Fr

17

Feb

2017

Der Joshi Bär

Der Joshi. Ein echter Mann. Keksweich und knallhart. Unser Opi. Letzten April kam er. Ich wusste nicht, ob er es schaffen wird. Aber er hat sich stabilisiert. Und obwohl ihm die lange Kaltfront sehr zugesetzt hat, geht es ihm gut.

 

Joshi will nicht mehr viel. Er weiß, dass er den anderen körperlich unterlegen ist. Deswegen frisst er nicht neben seinen Adoptivgeschwistern. Sobald die auf seinen Napf starren, überlässt er denen mit fliehenden Fahnen das Futter. Zur Sicherheit.

 

Ich füttere ihn zweimal täglich aus der Hand. Er ist mäklig geworden. Nix mehr was lange aufhält. Am liebsten aus der Dose. Das zieht er dem Barf Zeug vor. Es ist weicher. Und man kann es wegschlabbern.

 

Er knabbert eigentlich gern, aber weil er ungleich langsamer ist, wird er natürlich schnell von den anderen belagert, die lange vor ihm fertig sind. Und dann überlässt er es denen besser. Zur Sicherheit.

 

Vor Hanga hat er Schiss. Die Gouvernante achtet auch super scharf darauf, dass er nicht ausschert. Fell bürsten kommt ungefährlich gleich nach Zähne ziehen oder so. Lose Haare beiläufig abzupfen löst hysterisches Kreischen und Zähnefletschen aus. Er bleibt ein Spezialfall. Schnelle Bewegungen machen ihm Angst.

 

Joshi ist ein zutiefst unsicherer Hund. Nur mit Ermutigung und gutem Zureden folgt er brav. Er trödelt notorisch. Und wenn er keine Lust mehr auf Gassi hat geht er nachhause. Einfach so. Ne Abkürzung. Er kennt ja den Weg.

  

Sein Gangbild wirkt steif und tapsig. Das allerdings ist schonwieder sehr niedlich, wenn er wie ein staksiges Kalb durch den Schnee marschiert. Die Beine immer höher heben, als man muss. Die Pfoten durchgelatscht. Er kann kaum noch was sehen. Deswegen muss man stets auf ihn warten, ihn liebevoll locken und seine Ängste schonmal von vorn herein negieren.

 

Joshi wird nie mehr ein sicherer Hund werden. Er liebt das kuscheln. Nur nicht am Rücken. Da kneift es. Und auch nicht weiter außer bis zur Halskrause. Die Ohren. Die sind toll. Alles andere verunsichert ihn. Man muss Geduld mit ihm haben. Mr. Slowhand perfektioniert seine langsam Performance.

 

Aber wisst ihr was. Wir haben ihn lieb. Ausser Hanga ;-) Jeder tolle Tag in Joshis Leben ist ein wertvoller Tag. Wir planen Anfang April ein paar Tage an der Ostsee. Dann wird der alte Mann das Meer kennenlernen. Wir hoffen auf großartiges Frühlingswetter. Lange Strandspaziergänge und sanfte Wellen.

Ich wünsche ihm von Herzen, dass er noch soviel genießt wie möglich. Lang genug war offenbar der Weg mit den vielen Steinen. Unser Sofa ist super. Und er ist ein kleiner Luxus Schisser. Joshi eben.

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Di

14

Feb

2017

ValenDienstTag mit Phönie

Aloha. Sonnenschein. In der Luft liegender Frühling. Valentinstag. Ich selbst mach mir da nix draus. Menschlicher Tand. Dazu kommt, dass ich ne Grippe habe. Jepp. Ich. Seit 20 Jahren ziemlich exakt die erste. 4 Tage Auszeit. Mehr geht nicht. Heute ist er letzte Tag. Sonst reicht es nicht um alle finanziellen Verpflichtungen zu tragen. Mehr Ausfall geht nicht. Immerhin. Samstag/Sonntag, Montag und Dienstag. Und ich bin weit stabiler als noch am Wochenende.

 

Allerdings war zu bemerken, was passiert, wenn ich mal nicht funktioniere. Wenn nicht die Morgenschicht Phönies Nachtergebnisse wegputzt. Gut. Ich rieche ja nix bzw. fange gerade erst wieder damit an. Sie hat eine Überlaufblase. Wenn voll, dann automatisch ein bisschen leer. Solange das auf einer der Inkontinenzunterlagen passiert ist das easy. Wechseln und gut. Aber das ist Phönie. Stillsitzen ist doof Phönie. Man wischt ständig ihre Wege. Das ist Aufwand. Aufwand der, den meisten Menschen reicht sie einzuschläfern. Aber das kann und darf nie ein Grund sein. Wer immer pflegebedürftig ist, wird auch versorgt. Solange Leben in diesem Individuum steckt. Und hey Phönix ist das Leben. In Person!

 

Ich habe aber seit nun mehr als 2 Monaten endlich ein tolles Team. Niemand rümpft die Nase. Alle packen mit an. Jeder Handgriff sitzt. Dafür bin ich unendlich dankbar. War es doch eher so, dass ich früher nachhause kam und der Duftspender im Raum in Phönix Nähe stand und auf sie gerichtet worden ist. Nicht das, was ich unter Liebe verstehe. Vorbei. Reset. Wunderbar!

 

Jeder hier freut sich auf den Frühling. Wir planen, denken und organisieren was bereits möglich ist. Die alte Wurfkiste Marke Eigenbau von Phönie fliegt raus (wer eine braucht mag anrufen). Eine tolle Sitzecke soll wieder auf die Terrasse. Umgeben von Liegeplätzen für die Hunde. Idealerweise abwaschbar. Bis auf Joshi sind alle meine Tiere gern und lang anhaltend draußen. Jack manchmal sogar über Nacht. Dann geht er auf Phönies alte Liegestelle und schläft dort. Die Hundeklappe und warme weiche Kissen gleich 2 Meter weiter. Adam liegt gern auf der Treppe. Früher war es die Terrasse, die dann aber zu Phönie Refugium geworden ist. Das ist nun vorbei. Sie wird teilen müssen. Es soll ein Platz für alle sein. Mit Anforderungen an die Hygiene und Praktikabilität. Eine Sportmatte wäre ideal. Groß genug. Robust genug. Weich genug. Abwaschbar. Das gehört auf unsere Wunschliste. Eine Frage der Kosten. Die können richtig teuer sein. Wir haben was preiswertes auf unseren Wunschzettel gesetzt. Vielleicht mag ja jemand mit basteln an unserer Idee. Hier nochmal der Link zu unserem Wunschzettel bei Amazon.

 

Und obwohl ich Phönie in den letzten Tag in meiner Kraftlosigkeit zugerufen habe, dass ich sie nie wieder füttern werde, wenn sie soviel wiegt, werde ich das sicher nicht umsetzen. Ihre Futterkiste ist fast leer. Wäre super, wenn sich jemand mit nem Säckli Futter beteiligt.

 

Ihr Lieben. Mona ist grad mit den Hunden raus. Ich dachte, hey super. Schnell nen Tee gemacht, und Phönies Bett und die Schuhe weggeräumt und die Nase eingecremt und... den Tee vergessen. Der Kopf ist noch nicht voll da und ich puste wie nach nem Marathon. 10 Minuten Bewegung. Gott sei Dank arbeite ich im Büro. Das wird morgen spannend.

 

Aber eins noch. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte Phönie den Autounfall. Niemand außer der Verursacher weiß den Tag genau. Aber es war der Februar, der sie in die Klinik brachte. Noch mit 3,5 Beinen und wunderschönem Wuschelschwanz. Reset würde ich sagen. Neustart. Alles auf Anfang. Mit irgendwie besseren Karten in der Hand. Danke an alle Helfer. Danke an alle aufrichtigen Menschen, die das Leben ein Stück leichter gemacht haben. Ihr seid Klasse.

 

PS: Hier noch leicht verspätet der Link zur Sendung im ZIBB. Zuhause in Berlin und Brandenburg.

http://www.rbb-online.de/zibb/archiv/20170208_1830/eine-huefte-fuer-den-hund.html

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Do

19

Jan

2017

erstunken- ungelogen

Poopsie Tag. Am Morgen setzt Phönix gut Kot ab. Wir haben feste Futterzeiten und demnach halbwegs planbare Absatzzeiten. Halbwegs. Alles ist eingespielt. Die richtige Konsistenz. Die richtige Menge. Nur manchmal. Da formt sich das Ausscheideprodukt nicht so wie es sollte. Dann hängt da ein dicker Klops im Popo. Phönie drückt. Nix passiert. Wieso schreibt man darüber? Nun. Wir sind sicher nicht die Einzigen. Und wenn es anderen hilft bei der Freisetzung; geschenkt. Dann machen wir das.

 

Zwischen Phönie, mir und der Hundesitterin sitzen die Handgriffe. Die Waschmaschinelaufzeiten sind optimiert. Die Gassi Zeiten abgestimmt. Die Latexhandschuhe und die Klorolle immer neben Phönies Bett. Alles ist schnell, leise und unauffällig in den Tag integriert. So wird es weder für den Mensch zur Last noch für Phönix. Wir haben uns mit dem Winter arrangiert. Wischen ist unser Hobby.

 

Allein es gibt so Tage... wenn so ein Klops festhängt und alles drücken nix nützt, dann beginnt Phönix zu lecken und zu arbeiten, um die Last zu lösen. Inzwischen hat sich nach dem dicken Klops aber schon ne ordentliche Ladung der flüssigen Variante gebildet. Ein bisschen wie verkochtes essen. Zu lange gebrodelt.  Völlig zerfallen.

 

Sobald wir das sehen, wird der Bauch massiert, ein Wattestäbchen engagiert oder in dramatischen Fällen ein Irrigator genutzt. Nicht so häufig. Aber wenn, dann knallt es rein. Flutscht. Ein riesiges U-Boot löst sich. Ein bisschen wie Babys bekommen. Viel zu klein die Öffnung für das Gerät! Und obwohl sich dann bei der Hündin Erleichterung einstellt, wird es für uns anstrengend. Jeder Schluck Wasser läuft durch. Und spült Gerüche frei, die an eine Kriegswaffe erinnern.

 

Der Darm braucht einen guten Tag und 3 DiaTab, um sich zu stabilisieren. Ein Tag mit unsagbar vielen Liegeunterlagen, Wischgängen und offenen Fenstern und Türen. Vor allen nachts wird es spannend. Das frische Bett steht. Der Hund wird reingehoben, um jeden Kraftakt zu vermeiden. Sie kuschelt sich ein. Alle schlafen. Bis, ja bis man erwacht wegen eines Stinkgasangriffes in 2 Meter Reichweite. Selbst Adam kräuselt die Nase und geht ins Büro. Da weiterschlafen. Phönie springt aus ihrem Bett, wackelt zur nächsten Liegestelle auf der Joshi winselnd protestiert. Da kennt sie nix. Weg da, ich muss trocken liegen.

 

Während man die durchweichten Decken herausnimmt und erneuert und den Boden wischt, bei weit offenen Fenstern, verteilt sie den Rest noch auf allen anderen Liegeplätzen. OK. Machen wir die auch neu.

 

In der Küche gibt es erstmal Leberwurst für alle. Für Phönie mit Durchfalltablette drin. Joshi erkläre ich, dass er gern mit in mein Bett darf. Hanga findet das gemein! Jack? Wo ist eigentlich Jack. Ah draussen im Garten. Lustige Schneezeichnungen pullern.

 

Bis zum Morgen haben wir zweimal alles durchgetauscht und die Waschmaschine wieder neu befüllt. Am Morgen gibt es Futter. Und nur eine Stunde danach wischen wir nochmal alles. Bald geschafft. Ich komme zu spät aus dem Haus. Abklatschen am Tor mit der Hundesitterin, die weiß was heute auf dem Plan steht. Hatte ja gestern schon in Anteilen das Vergnügen. Heute Abend sind wir durch.

 

Alles schön lüften! Der Wetterbericht zeigt klare Luft an! Eine Wohltat!  Und jetzt nochmal ernst. Ich glaube, dass es hier ein neurologisches Problem ist. Ich füttere wirklich strikt nach Plan. Und meistens passt es. Wir vermeiden Knochen wenn irgend möglich. Ihr massives Trauma an der Wirbelsäule hat wohl dazu geführt, dass der ein oder andere Aussetzer dabei ist. Im Sommer nicht halb so dramatisch wie im Winter. Draußen auf der Wiese kann das mal ne Runde stinken. Das vergeht. Wasserschlauch Ahoi und gut. Drinnen sind wir zwar auch wirklich gut durchgefliest. Aber Gerüche lassen sich nicht spontan wegpusten. Unser Freund Dan Klorix ist da der einzig wirksame Helfer. Lüften. Und die 60 Grad Kochwäsche anwerfen.

 

Das passiert nur alle 2-3 Wochen einmal. Aber dann knallt es rein. Wir nehmen es mit Humor und liefern die Tiere mit Verdacht auf Stinkgasvergiftung im Leberwurtszentrum ein. Das finden die alle super.

 

Danke an die Tagesbetreuung! Wir übernehmen die Nachtschicht!

 

 

 

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Do

12

Jan

2017

Jack der Schnarcher

Abends. Ich sitze am Rechner. Die Hunde haben sich auf die Betten verteilt. Jemand schnarcht. Ich habe Adam oder Phönie im Verdacht. Aber; weder noch!

 

Jack. Und wie! Vom Kissen gerutscht. Im Tiefschlaf und voll am sägen. Automatisch flüstert man nur noch mit den anderen Hunden und geht auf Zehenspitzen in die Küche für einen neuen Tee. Man will den Knaben ja nicht wecken.

 

Er klingt ein bisschen wie jemand, der einen echten Männerschnupfen hatte. Sonores und tiefes Schnarchen. Aber es hat etwas beruhigendes. Hier ist Frieden. Keine Kette, die rasselt. Eine Heizung gleich neben dem Hundebett und niemand verjagt einen! Ein sicherer Ort.

 

Jack ist angekommen. Er hat seine Lieblingsplätze ausgesucht. Seine Versuche den Rang im Rudel zu polieren, werden milde aber stringent ausgebootet. Und Jack ist klug. Er erkennt das und vermeidet die Konfrontation. Im Spiel drängelt er sich gelegentlich dazwischen. Aber auch nur, weil er weiß, dass ich das Rudel führe und niemand ihn offen angreifen würde.

 

Hanga findet das ganz große Kacke! Die ist eifersüchtig auf Anschlag. Jack wird inzwischen als vollwertig wahrgenommen. Auch von Adam, der ihm ne Ansage macht, wenn er das Spielzeug zockt! Die Schonzeit ist vorbei. Leider bekommt Joshi die Kloppe. Der Plüschteddy steht so ahnungslos in der Gegend und Hanga verpoolt einfach ihm eine. Der Frust muss raus! Egal an wen!

 

Wir machen das nicht zum ersten Mal. Allerdings sind wir aktuell in der Hab Acht Stellung. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Raum lassen, dass sich eine Ordnung neu formt und Kontrolle haben, über die Art wie sich arrangiert wird. Manchmal knallt es einfach. Aber; es sind Schäfis. Die sind echt schnell im checken und werden das sicher meistern.

 

Und hey solange Jack loslassen und im Tiefschlaf schnarchen kann, ist alles im Lot. Er hat gut zugelegt. Auch an Muskulatur. Im Schlaf wird der Restmüll auf der Seele beseitigt. Er lernt wirklich sehr schnell und hat einen sehr klugen Kopf!

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Di

10

Jan

2017

Tee bitte!

Ich liebe dieses Bild. Zeigt es doch 4 von den aktuell 5 Bewohnern des Philippus Airports.

Als da wären von rechts nach links. Jack the Fressmachine, Phönie die silberne Rakete, Adam mit der Lizenz zum Fremdkuscheln und Hanga die gestrenge Gouvernante. Joshi- Mr. rumheulen wegen illegalem Kämmen, war im Bad. Schmollen.

 

Ich hab mir wirklich einen Tee gemacht. Unter den getreuen Augen meiner Familienmitglieder. Der dezente Nachhall klang nach einem beschwörenden "Öffne den Kühlschrank neben Dir! Hol den Käse raus. Oder die Leberwurst!"

 

So Kinda. Der Käse ist analog Käse und die Leberwurst gibt's nur mit Medizin für Hunde. Na? Wer will zuerst? Keiner. Dachte ich mir schon irgendwie ;-)

 

Dieses Bild wird als Abzug bestellt und kommt in den Rahmen. Denn in diesem Jahr wird es wohnlich. So nach und nach. Mit eigener Handschrift.

 

PS: Jack macht sich großartig! Er wird nicht bei uns bleiben. Nicht, weil wir ihn nicht mögen. Vielmehr weil er nicht untergehen soll und zu schade zum nebenherlaufen ist. Er ist weder alt, noch gebrechlich. Blüht auf und wird, wenn er soweit ist, ein eigenes zuhause bekommen. Bedingung; Es muss Liebe sein. Drunter geht gar nix. Wie bei allen unseren Hunden.

 

 

 

 

Mo

02

Jan

2017

Pimp my Rolli

Oh man. Als der Rolli kam, war er zu groß. Hatte Standard Schlaufen für Hunde mit Beinen und das Geschirr war, gelinde gesagt, was für Omis ohne Pfeffer im Hintern. Nach wenigen Wochen lösten sich die Schnallen am Geschirr ständig und rutschen weiter. Kein richtiger Halt. Ständig zippeln und eine genervte Phönie, die beim Anblick des Rollis die Nase kräuselt und die Miesepeter Blick aufsetzt.

 

Inzwischen ist sie in den Wagen rein gewachsen. Die Raketenelli brettert wie blöde über Rasen, Waldwege, Wurzeln und Kurven. Scheiß Egal. Drüber. Mit dem Kopf durch die Wand. Als erstes am Ball, auch wenn sie damit einen Überschlag provoziert. Muddi kommt ja und hebt sie wieder auf. Sie ist schmerzfrei. Hart im Nehmen und doch eine Mimose.

 

Es geht kein Weg drum herum. Der Rücken wird krumm, die Vorderbeine sind überbelastet. Wir brauchen eine andere Lösung. Google ist unser Freund. Und das NETT WERK Berlin. Hundegruppen ect. Wir fragen uns durch, denn die Hersteller sind im Beantworten von Mails grottig schlecht.

 

Die Alternative mit den besten Aussichten finden wir in Rathenow. Ein junger Mann, der in der Menschen Orthopädie tätig ist und aus Leidenschaft die Tiere versorgt.

 

Gut. Sie müssen sich das mal angucken. Ok denk ich. 163 km hinfahren. Doof aber nützt ja nix. Gucken. Ausmessen, abwägen und was austüfteln. Und dann kommen wir nochmal wieder. Jaja.

 

So kann das nicht  bleiben. Wir machen gleich was. Im Stand und in der Bewegung geprüft. Problem erkannt. Überlegt. Ausgemessen. Und gleich an die Arbeit. OK. Wenn wir schon mal da sind.

 

Wir waren kurz vor 12 in der ersten Vermessung und bis ca. 16 Uhr in der Werkstatt. Es gab einen Bügel, der das Gewicht fängt. Streben am Hintern, damit sie nicht rausrutscht. Die Auflage hinten wurde höher gelegt.

 

Da wird gemessen, Metall geschnitten, geschliffen, gebohrt, genietet, gepolstert und verkleidet. Handarbeit pur. Phönie wartet am warmen Ofen und muss von Zeit zu Zeit angeschnallt werden, damit wir gucken, ob alles sitzt. Tatsächlich die einzige Möglichkeit etwas Vernünftiges zu schaffen. Alle Versuche mit Standardmitteln Abhilfe zu schaffen und diese aufzuwerten, waren leider nicht zielführend.

 

Der Probelauf startet super. Wir kommen raus. Phönie hält am nächsten Strassenpfeiler und schnüffelt. Großartig! Das vermeidet sie immer, wenn wir ne Tour machen. Bloß schnell wieder nachhause. Abspulen und gut. Sie war unkomfortabel mit der alten Lösung. Jetzt sind wir in der Testphase. Alltag prüfen. Kein Scheuern, kein Drücken. Entlastung für Rücken und Schultern sowie Vorderbeine. Wir haben noch nicht fertig. Das war Schritt 1 auf einem kontinuierlichem Weg.

 

200 EUR haben wir vereinbart. Und natürlich hatte ich nicht ausreichend Bargeld dabei. Ich hebe Geld ab. Das bedeutet zwar 2 geplante Lastschriften am Montag platzen. Aber thats life. Die Medikamente für 111 EUR in der letzten Dezemberwoche sind auch schon zu Buche geschlagen. Der Hund macht nicht nur Arbeit. Auch leere Konten. Wir wehren uns nicht gegen Hilfe ;-)

Davon völlig unberührt, bekommt sie die bestmögliche Versorgung. Ohne Wenn und Aber.

 

Wir können übrigens den freundlichen Orthopäden sehr empfehlen. Solche Leute sind rar.

 

Olaf Piritz: http://www.hunderolli-tierorthopädietechnik-berlin-brandenburg.de/

 

Telefon: 0172/3101542

E-Mail: Orthopaediemechaniker(at)aol.com

Website: www.Hunderolli-Tierorthopädietechnik-Berlin-Brandenburg.de