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Hanga und Adam erkunden ihr neues Reich
Hanga und Adam erkunden ihr neues Reich

Hanga war da. Adam fand es super. Gemeinsam durchschritten sie das Büro. Ein bisschen aufgeregt war der Knabe im Haus. Hanga nur an einem interessiert. Essen.

 

Ich dachte es wäre eine gute Idee sie mit Wasser und Futter zu versorgen, nach so langer Fahrt. Das arme schwache Ding muss doch völlig erschöpft sein. Dachte ich.

 

Als ich die Tür des Küchenschrankes öffnete, hinter der sich die Futtervorräte verbergen, entsprang der zarten Seele ein Monster. Wie wild drängte sie alles und jeden ab, um auch nur einen Happen Futter zu ergattern. Sichtlich perplex klappte ich die Tür zu. So wird das nix. Noch mehr mag ich mich ungern zerkratzen und zerbeissen lassen.

 

Küchentür zu machen. Nachdenken. OK, leise und sehr vorsichtig Futter in die Schüsseln tun und dann getrennt füttern. Gesagt getan. Leise war nicht leise genug. Oh, Hanga kann Türen öffnen. ALARM! Noch mehr Kratzer und einen verwirrten Adam, der bislang dachte wir hätten keinen Mangel und es gibt nichts zu befürchten.

 

Waren das anstrengende Tage. Anfangs 5 Mal am Tag füttern. Kleine Portionen, weil sie die großen gleich erbrach. Wir bekamen langsam Ruhe in das Procedere. Als sich das nächste Problem anbahnte.

 

Durchfall. Was da rein muss, kommt auch wieder raus. Bei 5 mal füttern und Durchfall im Takt von 1,5 Stunden. Tag und Nacht. Nix half. Keine Kohletabletten, kein gekochter Reis, kein Durchfallmittel. Nach einer Woche hatte ich Angst, dass Hanga dehydriert. So kann das nicht bleiben.

 

Nur mit Hilfe von Metronidazol war es möglich dagegen zu wirken. Die kamen per Post und von Hundenfreunden. Gut sowas im Haus zu haben. Es wurde besser. Ich war nur sehr sehr müde. Weil ich nachts im Stundentakt das Haus verliess und auffällig viel den Fussboden gewischt habe. Macht ja nix. Sie ist stubenrein, nach 10 Tagen waren wir endlich durch. 10 lange Tage. Mit Pipitraining, Nachtwanderungen und ohne Schlaf.

 

Inzwischen bekommen die lieben 2 Mal am Tag Futter. Hanga hat zugenommen.

 

PS: Die Türklinke zur Küche habe ich vorsichtshalber nach oben angeschraubt. So gelingt es nicht mehr die Tür zu öffnen. Denn auch Backöfen in denen man vorgekochtes versteckt, sind ganz leicht mit einer Hundeschnauze zu öffnen. Überhaupt ist es sinnlos etwas vor Hanga verstecken zu wollen.  

 

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