läufig sein

Hanga zu mager
Hanga zu mager

Unser Krümel Hanga muss noch essen, bevor man ihr einen Eingriff zur Kastration zumutet.

Ahhh, ich habs geträumt. Hanga war zu mager für eine Kastration, also kam sie unkastriert. Nunja es wird kommen. Es kam. Sie blutete. Windeln und Höschen wurde zerknabbert, aber wir hatten ja Fliessen, die man wischen konnte, pardon musste...

 

Es wird vorübergehen. Die 3 Wochen halten wir durch. Adam verhielt sich brav. Ist nicht ein einziges Mal aufgeritten. Der wurde offensichtlich rechtzeitig kastriert. Allerdings gab es im Hunderudel Naturburschen, die unsere schmale Hanga bedrängten. Adam ging quer, Adam stellte sich dazwischen, Adam schütze den Krümel. Es war nur Stress für alle Beteiligten. Deswegen entschieden wir dem Rudel eine Zeit lang fern zu bleiben. Schade für Adam. Kein rumtollen mehr mit starken oder halbstarken Knaben.

 

Gesagt getan, wir gingen zu unchristlichen Zeiten unsere Hunderunden und es war nahezu unmöglich irgendwann keine Hunde anzutreffen. Sogar vor 6 Uhr morgens liefen Hunde frei durch unser Jagdrevier. Taktisch klug wurden Strecke und Zeit ausgewählt. Wir hatten dennoch die ein oder andere brenzliche Situation. Vor allem im Halbdunkel der späten Nachmittage kam der ein oder andere Knabe über den Acker zu uns gelaufen. Mit fortschreitender Läufigkeit fand auch Hanga es super mit den Knaben anzubandeln. Ich war nur am Laufen, das schlimmste zu verhindern. 21 Tage. Das kann man doch schaffen.

 

Am Tag 25 der Läufigkeit stand fest, dass die Kleine ganz sicher ganz bald kastriert werden würde, wenn sie doch nur schon kräftiger wäre. Geschlagene 28 Tage lief das Blut und es brauchte weitere, um den lästigen Geruch der Begehrlichkeit loszuwerden.  

 

Adam war unwirsch. Keine Kumpels. Immer musste er von anderen Hunden fern bleiben. So oft angeleint. Der Abend kam, als ich plante dem Hunderudel entgegen zu gehen. Er hat es gerochen. Sobald die Haustür offen war schoss er los und war lange vor mir und Hanga beim Rudel. Wir sind gemütlich hinterher gelaufen. So sicher wie das Amen in der Kirche fand er seine Hundegruppe.

 

Hanga war dieser Tage besonders sensibel. Man durfte nicht zu laut schimpfen. Sofort löste das wildes entschuldigen und ängstliches Pipitröpfeln bei ihr aus. Selbst als man mit Adam meckerte. Sie sind so unterschiedlich. Dem Diggen kannst Du ne sprichwörtliche Axt in den Nacken werfen, damit er merkt, dass hier seine Aufmerksamkeit oder sein Gehorsam erforderlich ist, Hanga muss nur mit einem zu scharfen Nein konfrontiert werden und schon versucht sie zu beschwichtigen.

 

Es wurde wieder entspannter. Hangas Sensibilität kam zurück in recht normale Bahnen, Adam war wieder ausgeglichen. Egal. Wir kastrieren die Maus ganz bald bevor das nochmal vorkommt. Kastration ist Tierschutz.

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