Unsichtbar aber anwesend



Wir haben September. Der 9. Monat. Der erste Blogbeitrag im Jahr 2015. Faul sind wir jedoch nicht.

Wir haben eine neue Hütte gekauft. So neu ist sie nicht. Schon gebraucht. Eine ehemalige Kindertagesstätte und das angrenzende Gemeindehaus. Mit viel Platz. Und viel Sanierungsbedarf.

 

Aber das ist ok. Dachte ich. Die Stadtverordnetenverwaltung muss abstimmen, ob wir das Grundstück erwerben dürfen. Tun Sie. Nur nicht mehr vor der Sommerpause. 2014 wohlgemerkt. Als wir endlich den Zuschlag haben, muss ein Umnutzungsantrag gestellt werden. Mit Bautechnischer Betreuung. Das dauert wieder bis Februar, als endlich der Antrag eingereicht werden konnte. Noch 3 Änderungen und weitere Monaten dürfen wir endlich loslegen. 4 Wochen räumen der Immobilien. Ein 40 Kubik Container voll bis oben hin mit alten Möbeln.

 

Ich kaufe Fliesen. Zwei Bäder, Tapeten, eine Küche und unzähliges Zubehör. Nach der Arbeit. Das aktuelle Projekt ist in Berlin. 1 Stunden zur Hundetagesstätte, eine halbe Stunde in die Stadt rein. Täglich 3 Stunden Fahrt. Außer montags, da sind es ganz sicher 4 Stunden. Schnell 9-10 Stunden arbeiten, zurück, die Hunde holen und los. Und immer zwischen 5 und 6 morgens Gassi und ab 7 noch ne schöne Runde. Winter, Frühling, Sommer. Morgens mit dunkel und morgens mit hell. Alles dabei.

 

Die Tagesbetreuung ist super. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit meiner Hanga, die sich in die Ecke des Kofferraums drückte und nicht aussteigen wollte, gehen beide Hunde gern hin und sind voll integriert. Ich bin dankbar. Sie machen Spaziergänge im Rudel und laufen beide frei. Die Stabilität, die das Springen zwischen den Hütten vermissen lässt, wird ihnen im täglichen Ablauf gegeben. An den Wochenenden hängen wir auf der Baustelle. Adam und Hanga immer dabei. Handwerker verschieben, vermasseln und verzögern den Fortgang. Eigentlich sollte heute der Maler die letzten Arbeiten machen. Abgesagt. Gestern. Wir sind ein wenig müde. Diesen Winter wollen wir hier verbringen. Wir freuen uns auf ein zuhause.

 

Das Grundstück ist groß. Wir haben 2 Schafe angeschafft. Kameruner. Hier darf der Bock noch Gärtner sein. Sie tun was sie sollen. Fressen. Idealerweise Gras. Pinky und Brain sind zutraulich. Adam und Hanga bewachen sie gern. Vor dem Zaun liegend und jede Bewegung registriert.

 

Wir haben auch Internet. Während in der Küche die Wand von lieben Bekannten bearbeitet wird, die für den Maler eingesprungen sind, kann ich mich um das Büro kümmern. Auch um die Webseite. Es regnet. Die Hunde liegen in den alten Hundebetten inmitten der Baustelle und starren über die Terrasse in den Regen.

 

Es ist noch viel zu tun. Nächstes Jahr im Garten und im anderen Haus. Wenn die Kita in der wir wohnen und arbeiten werden soweit durch ist, mag ich erstmal nix mehr werkeln. Ein richtiger Kleiderschrank, ein echtes Bett und unser Sofa wurden schmerzlich vermisst. Letzteres haben wir schon aufgestellt. Adam hat es wieder sofort adoptiert.

 

Etwas erschöpfte aber verregnete Grüße senden Anke, Adam und Hanga aus der alten Liedermaus.

 

 

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