Jack - THE FRESS MACHINE

Weg war der Text. Die haben ein Update gemacht. Grütze. Egal. Hier nochmal.

 

Jack ist da. Als er ankam war ich noch unterwegs vom Kundenbüro nachhause. Die Hundesitterin nahm ihn an. Unsicher, Änsgtlich, kein Halsband. Erschöpft. Reingetragen.

 

Bedingt verträglich. So seine Gebrechen. NIX. Weder Gebrechen noch Unverträglichkeit. Ein sanfter und sensibler Hundemann mit wundervollem Gesicht und wachem Geist. Eine Orga muss sehr genau hinsehen und auf alle Eventualitäten hinweisen. Das haben sie getan. Aber ehrlich, stünde ich im Matsch ohne Schutz, bei Kälte und Nässe, hungrig und Angriffen ausgesetzt: ich wäre auch nur bedingt verträglich. Gut, dass er bei uns das Gegenteil beweisen darf.

 

Ein stinkendes Fellknäuel mit verfilzten Haaren und entzündeten Ohren. Klapperdürr. Die ersten 2 Tage verbrachte er im angrenzenden Gemeindehaus, was noch in Sanierung ist und leer steht.

 

Das Rudel hat ihn super aufgenommen. Allein es war ihm zuviel. Er erwartete mit jeder schnellen Bewegung Prügel. Von Menschenhand oder von anderen Hunden. Nix dergleichen geschah. Stattdessen Futter. 5 Mal am Tag. Stück für Stück ins Haupthause gelockt. Und es klappt.

 

Er ist eine Fressmaschine. Wir arbeiten uns mit Bürste und Schere durchs Fell. Jeden Tag ein bisschen mehr. Die Ohren bekommen Medizin. Er wurde vor 3 Wochen kastriert.

 

Seine gute Nase erschnüffelt jedes Krümelchen ganz hinten, hinterm Schrank. Phönies Bett wurde beiseite geschoben, um die darunter liegenden Reste zu finden. Er kann Türen öffnen, hat die Hundeklappe gleich gecheckt. Er holt Töpfe vom Herd und Kekse aus Taschen.

 

Mit anderen Hunden ist er sehr sozial. Ausser mit Herrmann. Dem potenten Dackelrüden vom Nachbarn. Wie der schon am Zaun steht und guckt. BOAAAH GEHT GAR NICHT. Da sind sich alle meine Hunde einig. Außer Hanga. Die mag kleine potente Draufgänger.

 

Jack geht sehr brav an der Leine. Bei Fuss wie in der Begleithundeprüfung. Mit Giant Flexileine, die locker 10 Meter Raum lassen würde. Aber akurat auf Führungshöhe. Das hat er mit Adam gemeinsam. Angeleint ist Arbeitsmodus. Ein typischer Schäfi.

 

Dieser bildhübsche Rüde schnüffelt mit Vorliebe. Das hat er mit Joshi gemeinsam. Jeder Busch wird angeschnüffelt und angepullert. Zur Sicherheit. Und sieht man die beiden nebeneinander, ist eins klar. Joshi ist alt. Jack nicht.

 

Die schlohweiße Schnauze täuscht das nur vor. In seinen Papieren steht der 1.6.2009. 7 Jahre. Maximal. Er blüht so auf und wird jeden Tag jünger. Er hat ellenlange Beine und liebt Spaziergänge. Gliedert sich großartig ins Rudel ein. Akzeptiert die Rangordnung. Ist super mit den Schafen und Menschen. Und das alles trotz dieser Erfahrungen. Ein unglaublich angenehmer Zeitgenosse, sensibel, klug und so wesensfest. Absolut nichts fürs alte Eisen. Das ist eine Sportskanone. Der muss joggen. Sobald da mehr Muskeln dran sind.

 

Er lernt Sitz. Platz. Hier. Komm. Seinen Namen erkennt er. Er kommt gelaufen. Futter hilft sehr bei der Ausbildung. Er ist eine Fressmaschine. Kann man es ihm verdenken? Nein. Wir hatten Futter gekauft für jemand anderes. Ganze zwei Sack standen da noch rum. Die bekommt nun Jack. Er nimmt es dankbar an. Wir fühlen uns sehr beschenkt mit diesem wunderbaren Hundemann. Seiner Entwicklung sehen wir mit viel Freude zu. Wir werden berichten. 

 

Bis dahin singen wir leise in seiner Gegenwart diesen Song von James Brown...

 

Get up
Get on up
Get up
Get on up
Stay on the scene
Get on up
Like a FRESS machine
Get on up

Get up
Get on up
Get up
Get on up
Stay on the scene
Get on up
Like a FRESS machine
Get on up

 

Ging doch so, oder? ;-)

 

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