erstunken- ungelogen

Poopsie Tag. Am Morgen setzt Phönix gut Kot ab. Wir haben feste Futterzeiten und demnach halbwegs planbare Absatzzeiten. Halbwegs. Alles ist eingespielt. Die richtige Konsistenz. Die richtige Menge. Nur manchmal. Da formt sich das Ausscheideprodukt nicht so wie es sollte. Dann hängt da ein dicker Klops im Popo. Phönie drückt. Nix passiert. Wieso schreibt man darüber? Nun. Wir sind sicher nicht die Einzigen. Und wenn es anderen hilft bei der Freisetzung; geschenkt. Dann machen wir das.

 

Zwischen Phönie, mir und der Hundesitterin sitzen die Handgriffe. Die Waschmaschinelaufzeiten sind optimiert. Die Gassi Zeiten abgestimmt. Die Latexhandschuhe und die Klorolle immer neben Phönies Bett. Alles ist schnell, leise und unauffällig in den Tag integriert. So wird es weder für den Mensch zur Last noch für Phönix. Wir haben uns mit dem Winter arrangiert. Wischen ist unser Hobby.

 

Allein es gibt so Tage... wenn so ein Klops festhängt und alles drücken nix nützt, dann beginnt Phönix zu lecken und zu arbeiten, um die Last zu lösen. Inzwischen hat sich nach dem dicken Klops aber schon ne ordentliche Ladung der flüssigen Variante gebildet. Ein bisschen wie verkochtes essen. Zu lange gebrodelt.  Völlig zerfallen.

 

Sobald wir das sehen, wird der Bauch massiert, ein Wattestäbchen engagiert oder in dramatischen Fällen ein Irrigator genutzt. Nicht so häufig. Aber wenn, dann knallt es rein. Flutscht. Ein riesiges U-Boot löst sich. Ein bisschen wie Babys bekommen. Viel zu klein die Öffnung für das Gerät! Und obwohl sich dann bei der Hündin Erleichterung einstellt, wird es für uns anstrengend. Jeder Schluck Wasser läuft durch. Und spült Gerüche frei, die an eine Kriegswaffe erinnern.

 

Der Darm braucht einen guten Tag und 3 DiaTab, um sich zu stabilisieren. Ein Tag mit unsagbar vielen Liegeunterlagen, Wischgängen und offenen Fenstern und Türen. Vor allen nachts wird es spannend. Das frische Bett steht. Der Hund wird reingehoben, um jeden Kraftakt zu vermeiden. Sie kuschelt sich ein. Alle schlafen. Bis, ja bis man erwacht wegen eines Stinkgasangriffes in 2 Meter Reichweite. Selbst Adam kräuselt die Nase und geht ins Büro. Da weiterschlafen. Phönie springt aus ihrem Bett, wackelt zur nächsten Liegestelle auf der Joshi winselnd protestiert. Da kennt sie nix. Weg da, ich muss trocken liegen.

 

Während man die durchweichten Decken herausnimmt und erneuert und den Boden wischt, bei weit offenen Fenstern, verteilt sie den Rest noch auf allen anderen Liegeplätzen. OK. Machen wir die auch neu.

 

In der Küche gibt es erstmal Leberwurst für alle. Für Phönie mit Durchfalltablette drin. Joshi erkläre ich, dass er gern mit in mein Bett darf. Hanga findet das gemein! Jack? Wo ist eigentlich Jack. Ah draussen im Garten. Lustige Schneezeichnungen pullern.

 

Bis zum Morgen haben wir zweimal alles durchgetauscht und die Waschmaschine wieder neu befüllt. Am Morgen gibt es Futter. Und nur eine Stunde danach wischen wir nochmal alles. Bald geschafft. Ich komme zu spät aus dem Haus. Abklatschen am Tor mit der Hundesitterin, die weiß was heute auf dem Plan steht. Hatte ja gestern schon in Anteilen das Vergnügen. Heute Abend sind wir durch.

 

Alles schön lüften! Der Wetterbericht zeigt klare Luft an! Eine Wohltat!  Und jetzt nochmal ernst. Ich glaube, dass es hier ein neurologisches Problem ist. Ich füttere wirklich strikt nach Plan. Und meistens passt es. Wir vermeiden Knochen wenn irgend möglich. Ihr massives Trauma an der Wirbelsäule hat wohl dazu geführt, dass der ein oder andere Aussetzer dabei ist. Im Sommer nicht halb so dramatisch wie im Winter. Draußen auf der Wiese kann das mal ne Runde stinken. Das vergeht. Wasserschlauch Ahoi und gut. Drinnen sind wir zwar auch wirklich gut durchgefliest. Aber Gerüche lassen sich nicht spontan wegpusten. Unser Freund Dan Klorix ist da der einzig wirksame Helfer. Lüften. Und die 60 Grad Kochwäsche anwerfen.

 

Das passiert nur alle 2-3 Wochen einmal. Aber dann knallt es rein. Wir nehmen es mit Humor und liefern die Tiere mit Verdacht auf Stinkgasvergiftung im Leberwurtszentrum ein. Das finden die alle super.

 

Danke an die Tagesbetreuung! Wir übernehmen die Nachtschicht!

 

 

 

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