Do

17

Okt

2013

Autofahren - Hunde im Reisedienst

Adam und Hanga ordentlich platziert
Adam und Hanga ordentlich platziert

Puh. Weite Wochen. Morgens in Hannover. Tagsüber in Salzgitter. Abends in Neustadt. Danach noch manchmal in Langenhagen am Flughafen. Nur unterwegs. Mit zwei Hunden fast unmöglich. Zu lange wären sie allein. Also müssen Sie mit. Hunde im Reisedienst.

 

Morgens um 5 gehen wir alle eine große Hunderunde im dunkeln. unsere Leuchthalsbänder machen sich großartog. Hanga in orange. Adam in blau. Man sieht immer, wo sie sind und auch sehr schön, wie schnell sie reagieren, wenn ich meine Hunde zurückpfeife. Das ist erstaunlich. Irgendwo 30 Meter weiter. Ich pfeiffe und zack zurück. Aber darum geht es heute nicht.

 

Wir sind gg 6 Uhr morgens wieder daheim. Hunde füttern und ich gehe ins Bad. Dann aber zack und los. Die beiden warten wie selbstverständlich vor der Tür. Hanga ist aufgeregt und zappelig. Adam freut sich, macht das aber locker. Die Treppe runter, direkt hinters Auto stellen und warten. Kaum ist der Heckklappe auf, springt Hanga auch schon in den Kofferaum unseres Minivan. Manchmal ist sie so schnell, dass sie sich das hübsche Köpfchen stößt. Macht nix. Blitzschnell drehen, Rute einrollen und mit dem Hintern an die Rücksitzlehne in eine Ecke setzen. Und da springt auch schon Adam ins Auto, dreht sich, setzt sich und ich werfe die Heckklappe zu.

 

Das ständige Ein- und Aussteigen hat den Ablauf perfektioniert. Jeder kennt seinen Platz. Alle sind ein eingespieltes Team. Die Hunde merken schnell ob es eine lange oder kurze Fahrt wird. Sofern wir nur kurz fahren bleiben sie sitzen und beobachten interessiert die Welt. Nach 10 Minuten legen sich aber beide hin. Zu gern würde ich es sehen, wenn 40 kg Adam und 28 kg Hanga sich aneinander kuscheln. Leider ist die Rücksitzbank im Weg. Auf dieser reisen die Hundebetten mit. Egal wo wir sind. Die weisen beiden ihren Platz zum ablegen zu. Auch das ist eingespielt. Alles eine Frage der Organisation. Ich freue mich darüber, dass meine beiden so unkompliziert sind.

 

Es kommen auch wieder ruhigere Zeiten. Wir ziehen um. Haus mit Garten. Sehr spannend  mit Hunden. Vielleicht schon im November. Sicher aber im Dezember sind wir weg aus der aktuellen Hütte. Später mehr zu den Umständen.

 

Für alle Hunde, die nicht gern Auto fahren. Hanga ging es einst auch so. Üben. Üben. Üben. Dann läufts.

Adam und Hanga vom Fahrersitz aus
Adam und Hanga vom Fahrersitz aus
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Fr

27

Sep

2013

Grünlippmuschel - Koller

Fang mich doch Hanga
Fang mich doch Hanga

Kann mal jemand diesen Hund abstellen?! Aaaaaaahhhhhh.

 

Hanga ist defintiv gesund. Und weil wir alles an der Hundegesundheit fördern möchten, gibt es als Kur Grünlippmuschelextrakt. Soweit so gut. In einer ruhigen Minute sitze ich und lese die Beschreibung:

 

Der hohe Gehalt von Aminozuckern in der neuseeländischen Grünlippmuschel hat einen ausgesprochenen positiven und aufbauenden Einfluss auf die Gelenke. Schon wenige Tage nach der Gabe zum Futter, wird die Wirkung sichtbar. Ihr Hund hat mehr Freude an Bewegung und wird den Tag aktiver gestalten.

 

Ähm, ähhh, also HALLO: DAS WAR NICHT VERABREDET!  Der Knorpel soll sich regenerieren. Aber doch nicht die HummelHanga noch mehr powern.

 

Zu spät.

 

Jeder GassiGang wird zur Partyrunde. Sie freut sich überschwänglich, springt durch das Büro genau wie durchs Auto und überhaupt. Am Auto stehen und warten. Fehlanzeige. Wilde Verfolgungsjagden um das Auto. Egal. Es ist nicht unseres, machen wir trotzdem. Pfui, aus, Sitz, Platz, HIER!

 

Adam lässt sich gern zum Spiel animieren, aber selbst der ist genervt von soviel Power. Kann mal jemand diesen Hund abstellen?

 

Die braucht nen Job. Erstmal das Fahrrad rausholen und etwas powern. Das ist gut für uns alle. Bewegung, Bewegung, Bewegung. Eine Woche geschafft, sie legt an Kondition zu. Tja also da muss Kopfarbeit her. Wir denken konkret über Mantrailing nach.

 

Bis dahin schlafen wir wenig und sind viel in Bewegung. Nachdem nun alle Blutwerte passen und jedes Zipperlein erkannt und behandelt ist, ist Hanga nach einem Jahr in Deutschland durchgeheilt. Diese quirlige Nervensäge muss nun aber dringend arbeiten, sonst drehen wir alle durch.

 

 

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Mo

09

Sep

2013

Kastration - Reissverschluss am Bauch

Hanga ist eine Lampe
Hanga ist eine Lampe

Gewitzelt wurde viel. SchwangaHanga, weil mein kleines Mädchen alle 3 Monate läufig wurde und sich dann auch bereitwillig jedem potentiellen Lover an den Hals warf. Das war anstrengend für uns, für andere und auch für Hanga.

 

Hormone regeln mehr als das Kinder bekommen, deswegen würde ich die Kastration einer Hündin nur empfehlen, wenn es ein entscheidender Vorteil ist. Es ist eben ein großer Eingriff. Hangas Blutwerte zeigte eine chronische Entzündung an, die wir nicht entdecken. Monatelang haben wir immer wieder Blut abgenommen und getestet. Keine Reisekrankenheiten, aber der Wert für chronische Entzündung dauerhaft erhöht.

 

Da hilft nur noch Ultraschall der Gebärmutter. Die ist ja ein eigenständiges System im Körper, Entzündungen werden erst später am Rest des Körpers sichtbar. Ich hatte gehofft, dass sich die Unstimmigkeiten mit der Läufigkeit einspielen. Haben sie nicht. Nach 90 Tagen war Hanga wieder da. Blutig, heiß begehrt und Willens das zu nutzen.

 

Wir haben es geschallt. Deutlich verdickte Gebärmutterwand. Zysten an den Eierstöcken. Ja, dann... Dann machen wir mal einen Termin. Allein, es fand sich keiner. Ich muss einfach 10 Tage am Stück da sein, um sie nachzuversorgen. So einfach ist das nicht. Dann war es soweit. Freitag wurde ein Projekt verschoben. Das nutzen wir. Samstag 17.00 Uhr auf den Tisch.

 

Ich kann auch assistieren. Sagte ich. Konnte ich aber nicht. Im OP stehen wir und reden. Hanga bekommt eine Beruhigungsspritze. Die Hinterbeine klappen weg. Sie legt sich hin. Ich streichle. Dann gab es den Rest der Dröhnung. Adios Hanga. Sie will nicht fest schlafen. Die Nase zuckt, die Augen auch. Schlafen findet sie doof. Eine leichte Dosis hinterher. Ich warte. Bauch rasieren, desinfizieren, auf den Rücken legen. Anschnallen, Beine wegbinden. Hat was von einer Folterkammer. Gruselig. Ich werde es sicher nicht packen zu assistieren. Viel zu emotional. Es reicht, wenn die hier einen Patienten haben. Ich schnappe Adam, der brav gewartet hat und haue ab. Auf dem Weg rufe ich in den OP: Bin in ner Stunde wieder da.

 

Stimmen im Kopf. Hoffentlich geht alles gut. Andere Stimme. Natürlich, Hab Frieden. HAHA!!

 

Bin bei Bekannten. Bekomme Cappucino und Adam Leckerlie. Werde ruhiger. Die Stunde ist vorbei, schnell wieder hin. Da liegt sie. Sind am zunähen. Alles gut. In der Nierenschale liegt das entnommene. Lecker. Deutlich erkennbar die Eierstöcke und die Gebärmutter. Schön gefüllt. Also das war aber ganz kurz vor einer Vereiterung. Doc Schlesi bestätigt das. Wir haben gut diagnostiziert. In 6 Wochen hätte sie als Patient mit roten Augen auf dem Tisch gelegen.

 

Es war der richtige Zeitpunkt. Es war die richtige Entscheidung. Aufwachen darf Hanga daheim. Wir tragen sie ins Auto. Weit weg wohnen wir nicht. Die Treppe hoch in einer Decke. Auf dem mit Styrophor gefüllten weichen Kissen abgelegt. Wir sind ganz leise. Keine Musik an. Handy leise gestellt. Abwarten bis sie wach wird.

 

Es ist herzzerreißend. Die halluzinogene Nachwirkung hält sich in Grenzen. Hanga versucht aufzustehen, fällt wieder hin. Ich gehe nicht dran. Spreche leise im Hintergrund mit ihr. Zwei Stunden später ist sie wach und tappert in den Flur. Gleich wieder ablegen. Doch noch zuviel. Ich hätte es ihr so gern erspart. Sie muss mal. Lässt es laufen. Ich putze liebevoll und umsorge sie leise. Wir werden im Büro schlafen.

 

Ich packe meine Matratze neben das Hundekissen. Schlafen würde ich es nicht nennen. Adam ist brav und arbeitet mit.

 

Am Morgen waren wir 7 mal vor der Tür. Immer habe ich sie getragen. Sie hat Schmerzen und macht viel Pipi in stündlichen Abständen. Das wird noch spannend. So geht es weitere Tage. Ich spritze Schmerzmittel und Antibiotika.

 

Sie macht das großartig. Treppe rauf, Treppe runter. Immer auf meinem Arm.

 

Adam ist unausgelastet. Ich gebe ihn morgens ab bei unserer Hunderunde, und die Ladys nehmen ihn mit zum gassi. Abends nochmal. Ich bin dankbar für Hundefreunde, die helfen. So muss ich Hanga nicht alleine lassen.

 

Nach 2 Tagen dusche ich endlich auch mal wieder und beginne mit der Wundnachsorge. Sie darf nicht knabbern. Trichter Olé. Sie findet es Scheiße. Nachts einen OP Body und/oder ein altes Nachthemd mit Löchern für die Beine. Das hatte schon Antonia an.

 

Die Wunde heilt sehr gut. Hanga belastet wieder mehr und ist zum spielen aufgelegt. Ich freue mich riesig, dass sie es gut überstanden hat. Sie ist nicht nachtragend. Gensauo freundlich beim Doc wie sonst auch.

 

Nur noch Fäden ziehen. Dachte ich. Leider war ich zwar 10 Tage daheim und am 11. Tag, an dem wir abends die Fäden ziehen wollten, hat sich Hanga die Wunde nochmal aufgeleckt. Wir warten noch, tragen wieder OP Body und Treppe rauf und runter.

 

Weil sich nun die Heilung verzögert, kaufe ich ihr einen Motorradgurt für Kinder, packe ein dickes Fliesstuch drunter und unterstütze so die Bauchdecke. Dann hängt nicht soviel Belastung auf der Wunde und lecken kann sie auch nicht. Besser als der Trichter auf dem Kopf. Sie kommt sehr gut damit zurecht. Trotzdem werden es fast 4 Wochen, die wir brauchen bis alles verheilt ist und sie wieder normal belasten kann.

 

Das müssen wir nicht zweimal haben. Puh. Also echt! Es war anstrengend. Es war richtig. Ergo richtig anstrengend.

 

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Mi

28

Aug

2013

far to long of consequences

Snatch und seine Halterin Carmen
Snatch und seine Halterin Carmen

 

Lange habe ich überlegt.

Recherchiert.

Nachgedacht.

Informationen gesammelt.

Strategisch abgewogen.

 

Es ist Zeit, dass sich etwas ändert. Der Tod von Snatch und die Begleitumstände haben mich sehr beschäftigt. Das tun sie immernoch. Mehr verborgen als öffentlich. Nun ist es aber Zeit öffentlich zu werden.

 

Snacht war 11 Monate. Geliebt. Groß. Tapsig und verspielt. Die Besitzer haben im hohen Norden einen Hof mit Pferden. Weideland und einen angrenzenden Wald. Und sie haben Jäger als beinah Nachbarn. Einen speziellen. Dieser hat Snatch erschossen. Wilderei war die Argumentation.

 

Der Hund ist zur Autopsie, weil einiges darauf hindeutet, dass er willkürlich erschossen wurde. Erst mit einem Bauchschuss, der nicht tödlich war und dann mit einem aufgesetzten Schuss.

 

5 km weiter verscharrt. Auf Nachfrage der Betroffenen Halter galt der Schuss, den man hörte, einem Reh. Gelogen. Wissentlich betrogen. Der Hund 5 km weiter verscharrt. Mit Halsband und Plakette.

 

Neben der moralischen Verwerflichkeit sind auch massive Verstöße gegen das Jagdgesetz erfolgt. Meldepflicht. Entsorgungspflicht. Dieser Jäger hat einen Shitstorm der besonderen Art auf sich gezogen. Ich habe wenig Mitleid. Ein Gesicht kann man nur verlieren oder wahren, wenn man es zeigt. Verschiedene Zeitungen berichteten darüber. Ich setze die Abschnitte hier als Dokument hinein.

 

Zeitungen dürfen keine vollen Namen nennen. Sie schildern das Geschehen auch nur eingeschränkt. Es ist so viel mehr Tragödie darin.

 

Wenn ein Auto falsch parkt, kommt niemand auf die Idee dieses mit Dynamit wegzubomben. Es wird schlimmstenfalls eine höhere Instanz eingeschaltet und die Abschleppung veranlasst. In der Regel bekommt der Halter seinen Wagen unversehrt wieder. Ein Hund wird einfach erschossen. Im Ermessen eines Jäges, der aus offensichtlich niederen Beweggründen handelte. Keine aufrichtige und ehrliche Handlung muss vertuscht werden.

 

So traurig der Fall ist, so gibt er doch die Chance das Jagdrecht zu verändern. Diese Willkür muss ein Ende haben. Fenster einwerfen und Ohrfeigen sind verständlich, aber nicht hilfreich.

 

Hier nun ein konkreter Vorschlag: Bitte richtet ein Schreiben/eine Email an den Kreisjägermeister.  

 

Im Kreis Plön ist seit 1. April 2004 Jan-Wilhelm Hammerschmidt aus Depenau als Kreisjägermeister tätig.

Jan-Wilhelm Hammerschmidt
Depenau 15
24601 Stolpe
Tel. 04326 / 28 93 83
Fax 04326 / 28 93 84
E-mail:
jan-wilhelm.hammerschmidt@gmx.de

Stellvertretender Kreisjägermeister:
Jens Nohrden
Dorfstraße 2
24625 Großharrie
Tel. 04394 / 1033

 


Darüber hinaus ist hier eine Petition, die genutzt werden soll, um eine Novellierung des Gesetztes vornehmen zu lassen. Massgeblicher Schwerpunkt ist der Eingriff in die Besitzrechte, das zwingende Einschalten einer höheren Instanz, die Abmahnung von fahrlässigen Hundehaltern, bevor eine Freigabe zum Abschuss erfolgen kann, sowie ein angemessenes Strafmaß für Jäger, die willkürlich und eigenmächtig in die Besitzrechte der Hundehalter eingreifen.

 

PETITION  PETITION  PETITION

 

Bitte teilt das Anliegen. Snatchs Tod soll nicht sinnlos vergessen werden.

 

Hund Snatch in Boksee erschossen
Zeitungsartikel
Hund-Snatch-in-Boksee-erschossen.pdf
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Warum musste Snatch sterben?
Zeitungsartikel
Warum-musste Snatch-sterben.pdf
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Jäger erschiesst Snatch - Bild Teil 2
Zeitungsartikel
jaeger-erschiesst-snatch2.pdf
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Jäger erschiesst Snatch Bild
Zeitungsartikel
jaeger-erschiesst-snatch.pdf
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Di

25

Jun

2013

Jagd den Jägern

Jäger ohne Namen
Jäger ohne Namen

Bestandspflege ist wichtig und wertvoll. Jäger sind nicht alle schlechte Menschen. Jäger, die Katzen und Hunde jagen allerdings schon.

 

Erst heute wurde ich wieder konfrontiert mit einem nicht einmal einjähirigen Doggenkind, was vom Jäger erschossen wurde. Einfach so. Diese Selbstjustiz muss endlich ein Ende haben. Ich habe es so satt, dass diese selbst ernannten Götter des Waldes damit durchkommen. Es gibt Gesetze. Offensichtlich aber niemanden der laut genug aufsteht. Ich denke strategisch auf einer professionellen Kampagne herum, die nicht ohne Folgen bleiben wird. So kann und darf das nicht bleiben.

 

Es ist nun einmal so, dass Hunde als Beutegreifer gelten und Spaß am Fährtenlesen und hetzen haben. Kontrollierter Freilauf muss aber unbedingt möglich sein, ohne der Willkür einzelner Straftäter ausgeliefert zu sein, die sich als Jäger verkleiden. Jeder Strafzettel wird mehr geahndet. Unfassbar wie grausam und eiskalt friedliche Haustiere niedergemetzelt werden. Alles unter Berufung auf das Jagdrecht. In dem ist aber ganz eindeutig geregelt was erlaubt ist und was nicht!

 

Wesentliche Bestimmungen des Jagdrechtes stammen aus dem Reichsjagdgesetz von 1934, die letzte größere Novellierung aus dem Jahr 1977.

Die jetzige Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag vom 15. Oktober 2002 verpflichtet, eine grundlegende Nove
llierung des Bundesjagdgesetzes noch in dieser Regierungsperiode durchzuführen.

Zitat:

„Wir werden das Jagdrecht unter Berücksichtigung einer naturnahen Waldbewirtschaftung und unter Tierschutzaspekten novellieren.“

Der Referentenentwurf liegt seit August 2004 vor. Im § 19 ist ein generelles Verbot des Tötens von Hunden und Katzen im Rahmen der Jagdausübung festgeschrieben.

Nach § 1 S. 2 Tierschutzgesetz (TierSchG) darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Der größtmögliche Schaden für ein Tier ist der Tod, der Abschuss.

Nach § 4 (1) TierSchG darf ein Wirbeltier nur unter B
etäubung oder sonst….. nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ausnahme ist unter anderem die Tötung eines Wirbeltieres im Rahmen der waidgerechten Jagdausübung.

Diese Ausnahme greift in einer Vielzahl von Fällen nicht, da Hunde und Katzen nicht zu den jagdbaren Tierarten des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) gehören.

 

 Die Initiative Jagdgefährdeter Haustiere (IJH) wurde 1988 als Zusammenschluss Jagdgeschädigter Tierhalter gegründet, deren Haustiere - vom Kaninchen, über Hund, Katze bis hin zum Pferd - durch Jäger und deren jagdliche Ausübung verletzt, verstümmelt und getötet wurden.

Die IJH sammelt und dokumentiert Fälle, berät die Betroffenen und hilft ihnen bei den juristischen Verfahren. Denn: „Die Hinrichtung und Enteignung eines liebgewordenen Hausgenossen ist ein unwürdiger, unhaltbarer Zustand in einem Rechtsstaat.“

 

Gott sei Dank sind meine beiden bisher unverseht. Das soll auch so bleiben! Vorsorge ist besser als Nachsorge. An genau dieser Stelle werde ich ansetzen und Bewegung hinein bringen! 

 

Sobald es mir gestattet ist werde ich den Fall von heute mit Bild und Daten untermauern.

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Do

13

Jun

2013

ein Jahr ohne Antonia

Antonias Platz
Antonias Platz

Meine treue Antonia,

 

ein Jahr ist vorüber. Es ist so viel passiert. Dein Grab blüht leuchtend bunt in wilden Sommerblumen. Keine ordentlich und sorgsam angepflanzten Zierblumen. Wilde Sommerwiese mit auffällig vielen Arten. Leuchtend rot, gelb und blau. Dazwischen die vom Wasser rund gewaschen Steine der Ostsee auf denen mit goldenem Edding Dein Name steht.

 

Inzwischen ist ein Zaun um Dein Grab. Man hat die freiliegende Fläche vor unserem Haus drum herum eingezäunt. Der sonst so wilde Rasen ist artig gemäht. Wofür weiß niemand. Denn genutzt wird die Fläche seit vielen Monaten nicht. Nur das Stück unter den Weidenkätzchen ist bunt und nicht gemäht. Vielleicht weil die Ecke schwer zugänglich für den Rasenmäher ist. Vielleicht, weil es so schön blüht.

Ein guter Platz. Du bist sozusagen mehrfach beschützt.

 

Wenn wir dort sind, sehen wir Dich jeden Tag. Manchmal sagen wir Hallo. Zwei herzlich süße Erben haben Deine Hütte in Beschlag genommen. Dein rotes Bett aus dem Büro, hat nicht überlebt. Auch die anderen Sachen sehen irgendwie benutzter aus.

 

Dein sanftes und mutiges Wesen fehlt mir sehr. Es gibt so Tage, da wünsche ich mir wieder eine Schlafliesel, die leise in einem ihrer Bettchen schnarcht. Von schlafen halten die hier nicht viel. Das sind Daueraktivurlauber.

 

Wir müssen umziehen. Bald ist es soweit. Unser neues Haus werden wir Casa Antonia nennen. Ganz spanisch und ganz Antonia. Wir können Dich nicht mitnehmen. Im Herz und den Erinnerungen bist Du aber sowieso dabei. Mal ganz abgesehen von den lebensgroßen Bildern im Büro und im Schlafzimmer.

 

Ich schniefe noch nach einem Jahr. Du bist in Liebe unvergessen.

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Mi

05

Jun

2013

SchäferhundAngstHeilungsdienst

Adam und Hanga auf dem Litberg Waldweg
ganz Treuhund auf dem Weg

 

Sooonne! Raus aus dem Büro, ab auf den Litberg.

 

Heute ohne Schleppleine. Die Hunde hören genial. Die Woche Training hat wunderbar gewirkt und kleine Ausreißer sind wieder begradigt. Sie sind völlig problemlos und sogar eher übereifrig abrufbar, holen sich ihre Streichel-Belohnung und bleiben auf den Wegen. Kein Hund verschwindet im Wald oder Feld.

 

Eine Gruppe Omis fährt Rad und ist entzückt über sooo gut erzogene Hunde. Zwei Pferde mit Reitern gehen an uns vorüber und werden ignoriert. Ein Rottweiler am Fahrrad ist kurz interessant aber Hanga sieht mich an und vergewissert sich, dass ich nein sage. Gewusst hat sie das sowieso. Also weiterschnüffeln. Alles ist total entspannt. Zwei Hasen, ahhh kurz kritisch Hanga auf Adrenalin 1000, Blick zu mir, ah doch nicht. Sie kommt angeschwänzelt und entschuldigt sich für die sündigen Gedanken. Gutes Mädchen!

 

Auf dem Rückweg, als wir längst unten am Bergfuß sind und vielleicht 20 Meter vom Auto entfernt, biegt eine ältere Dame mit angeleintem Beagle, auch älteren Baujahres, in den Waldweg ein. Hanga denkt; Hey super ein anderer Hund, geh ich doch mal gucken. Die Dame kreischt, bitte nehmen Sie die Hunde an die Leine, mein Hund hat Angst vor Schäferhunden! Ah ja, ihr HUND hat Angst vor Schäferhunden! Schmunzelnd leine ich meine beiden an und gehe auf sie zu. Erklärend setzt die Frau hinzu, der wurde mal von einem Schäferhund gebissen. Ja, DAS höre ich öfter. Wir unterhalten uns im Abstand von 3 Metern, als ihr Hund anfängt mit meinen Hunden zu spielen. Eindeutig eine Aufforderung. Hintern in die Höhe, Schwanzwedeln, lustige Kopfhaltung.

 

Na, also das kann die Dame nun nicht erklären. Sie hat ja auch gerade gebetet, dass meine Hunde ihren Beagle nicht fressen werden. Dieser Jesus! Nie Feierabend! Hat er doch schonwieder ein Gebet erhört. Ich schmunzel innerlich wirklich und kann mir ein breites Grinsen kaum verkneifen. Naja lassen wir die Hunde spielen. So, früher da hatten sie auch mal Schäferhunde, aber das ist ja länger her. Aha, jaja, natürlich, ist klar. Sind sie von hier? Nein, wir wohnen nur ab und zu hier, wenn ich arbeiten muss. Also, wenn Sie morgen wieder hier Gassi gehen, können wir uns gern verabreden. Die Hunde verstehen sich ja so gut. Klar! Gebucht morgen sind wer wieder da. ;-))))

 

Anmerkung für zukünftige Begegnungen mit „Hunden“, die Angst vor Schäferhunden haben;

Aktion - Mein HUND hat Angst vor Schäferhunden.

Reaktion – Ich schmeiße mich auf den Boden und kreische laut. Oh mein Gott ICH AUCH!

Mal sehen was passiert. Das Gesicht möchte ich sehr gern sehen.

 

 

 

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So

02

Jun

2013

Zeckenplage 2013

Zeckenüberflutung
Überflutung mit Zecken im Ohr

Ich bin genervt. Seit Tagen hole ich täglich 3 frische Zecken aus den Hunden. Ich habe Frontline eingesetzt. Es nützt gar nix. Scheinbar haben sich die Zecken darauf eingestellt. Hier und da ein Holzbock ist ja kein Drama aber dieses Jahr nimmt es Überhand. Sonntag Morgen vor 7 Uhr habe ich schon 3 Zecken entfernt.

 

Ich werfe die in ein Glas Wasser, was ich 1-2 Minuten in der Mikrowelle durchdrehe. Erst schwimmen sie unten und wennn sie gekocht sind, dann oben. Ein sicheres Zeichen, dass sie wirklich tot sind. Im Klo runter spülen ist nicht. Zecken können bis zu 45 Tagen unter Wasser überleben und bis zu 4 Jahre vollgesaugt in einer Ecke.

 

Meine Zeckenzange ist super, wenn man mal eine nebenbei rausholt. Bei dem ständigen entfernen ist sie etwas nervig. Hanga hält einfach nicht still und bis die Zecke endlich in der Zange eingeklemmt ist dauert es. Deswegen habe ich jetzt bei einem meiner Lieblingsshops Haken bestellt. Ich habe auf Vorrat bestellt, um in jeder Ecke und in jeder Tasche einen Haken liegen zu haben.

 

Boah bin ich genervt von den Viechern!

 

O`Tom Zeckenhaken
Zecken einfach und schnell entfernen

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Fr

31

Mai

2013

Rudelpinkeln

Morgenrunde
Morgenrunde

Freitagmorgen. Oh Wunder es regnet. Die Hunde müssen dennoch raus. Immerhin der Regen wurde wärmer. Eine große Hunderunde ist da nicht drin, aber am Freitagmorgen, wenn wir aus Buxtehude zurück sind, schaffen wir die ohnehin nicht.

 

Das liegt nicht etwa an der allgegenwärtigen Erschöpfung. Nein wir bewegen uns mit einer gefühlten Geschwindigkeit von 1 Meter pro Minute durch die Landschaft und pinkeln alles an, um klar zu stellen, dass das hier unsere Region ist. Ich glaube ja die sammeln das über die ganze Woche nur für den Freitagmorgen. Selbst Hanga strullert sich die Seele aus dem Leib sobald wir die Hauptstrasse verlassen haben und das grüne Revier erreicht worden ist.

 

Ja und wenn einer von den beiden da was hinterlassen hat, dann macht der andere gleich noch was auf an genau dieselbe Stelle. Am schlimmsten ist aber der Vorwurfsvolle Blick, wieso ich so einen miesen Teamgeist habe und nicht mitmache. Spinnt ihr? Das regnet. Da bleibt man schön angezogen ;-)))

 

Schönen Tag Euch!

 

PS: als wir zurück kamen waren frische Brötchen an der Tür. Dankeschön. Ich lebe hier echt gern.

 

 

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Do

30

Mai

2013

Kurz mal Sonne

Auf dem Hof am klimmenden Feuer Abendessen
Auf dem Hof am klimmenden Feuer Abendessen

Gestern Nachmittag schien die Sonne. 19 Grad. Ich zog die Strickjacke aus und ab auf den Litberg. Weil Hanga noch Hundehausarrest hat, natürlich an der 20 Meter Schleppleine. So eine hübsche orangefarbene Kordel. Sobald sie vom Weg abweicht steht sie quasi im Wald. Verheddert im Wald. Sie ist klug und puzzelt sich da wieder sauber raus. Adam geht gar nicht erst, wenn er die Leine dran hat. Das Training läuft super. Hanga lernt, meinen Anweisungen sehr präzise zu folgen, weil sie sich dann viel schneller wieder entheddert als, als bei einem Selbstversuch. Sie ist echt klug und sehr schnell im Kopf.

 

Wir treffen Pferde, die keine Angst vor Hunden aber vor Schleppleinen haben, die aussehen wie orangefarbene Giftschlangen und auch ähnliche Schleifgeräusche auf dem Boden machen. Die beiden großen Pferde scheuen. Und alles während ich mit dem schönsten Mann der Welt telefoniere, die Hunde koordiniere, die Pferde beruhige und die Schleppleine vorsichtig an den Pferden vorbei dirigiere. Egal die Kombination Sonnenschein und schönster Mann der Welt mit braven Hunden ist so genial, dass mich nichts aus der Ruhe bringt. Fröhlich gestimmt und zu Scherzen aufgelegt drehen wir eine sehr sehr sehr große Runde. Selbst Hanga rennt nun nicht mehr, sondern geht brav langsam den Weg entlang.

 

Abends gibt es Knochen neben dem Lagerfeuer und ich sammele Zecken ab. Vier ganz kleine, die sich schon festgefressen haben. Zwei auf jedem Hund. Einige, die noch lose herumkrabbeln. Irgendwas ist ja immer. Ich muss nochmal Frontline drauf tun. Aber egal. Sonne, schönster Mann der Welt, brave Hunde. Welt lass mich in Ruhe. ;-)

 

Morgens nächster Tag. Blick aus dem Fenster. Regen. Mhh ja warum nicht. War ja grad erst Sonne. Wir packen und fahren zurück in die überflutetet Region Hannover.

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Di

28

Mai

2013

Jagdfieber

angeleint in den Wald starren
angeleint in den Wald starren

Wir sind wieder im Buxtehude und gehen am Litberg spazieren. Es hat geregnet und ich hoffe auf einer kleinen Erhebung trockenen Fusses durch die Natur zu gelangen. Die Stiefel vom Wochenende wollen so gar nicht trocken werden.

 

Scheinbar niemand ausser uns ist dort. Ich werfe Stöckchen und beide spielen ausgelassen auf dem Weg, als wir einen anderen Hund treffen. Die Hunde begrüßen sich freundlich und spielen miteinander, als ich meine Hanga aus dem Augenwinkel beobachte.

 

Sie wittert etwas. Die Nase hoch in die Luft. Tief einatmen. Anspannung pur. Die Lefzen pumpen sich auf und Hanga riecht ganz offensichtlich mit der Zunge. Schnell reagiere ich und will sie anleinen, als ein Feldhase nah bei uns aus dem Wald kommt. Offensichtlich ein Selbstmöderhase. Ich bin zu spät. Hanga ist hinter dem Hasen her in den Wald hinein. Adam schnallt nix. Der andere Hund auch nicht. Hanga marschiert kläffend durchs Gestrüpp. Sie ist durch den Wald bei weitem zu langsam für das wendige Ohrenbdouble. Ausser die großen Ohren haben sie nichts gemeinsam.

 

Die anderen werden angeschnallt und Hanga gerufen. Ein kurzes Stoßgebet um Schutz und Bewahrung  und  ich verabschiede mich vom anderen Hundehalter, um hinter ihr in den Wald zu tapsen.

 

Boah blöd! Froilein Du hast Hundehausarrest an der Leine. Aber sowas von sicher! Mir egal, ob Du ausgelastet bist. Je größer der Gehorsam desto größer die Freiheit. Kein Gehorsam. Keine Freiheit. Ganz einfach. 

 

Eigentlich ist Hanga diejenige, die nicht von meiner Seite weicht.  So offensichtliche Beute und tagelanger Regen mit zu wenig Auslastung lassen aber wohl alte Gewohnheiten hervorkommen. Hanga kommt aus Ungarn und hat sich wahrscheinlich früher selbst versorgt. Ich hatte viel eher damit gerechnet, dass da mal was kommt. Heute war es soweit. Natürlich weit weg von daheim in unbekanntem Gelände bei Nieselregen. Jucheee!

 

Wir waren bereits auf dem Berg und im Wald geht es steil bergab. Adam und ich hangeln uns herunter und finden unten eine gut gelaunte Hanga ohne Beute. Aber die Nase im Wind. Jagdgierig. Ich schnalle sie an und mecker was das Zeug hält. Adam meckert mit und pöbelt sie richtig an. Wer das Rudel verlässt wird angemeckert. Das ist nunmal so.

 

Hangas Adrenalin ist hochgepeitscht. Selbst an der Leine ist sie gierig auf die Jagd. Einen infizierten Hund vom Jagen abzuhalten, ist sicher ein echt schweres Ding in der Hundeerziehung. Ich habe spontan kein Patentrezept dafür. Beim Jagen schüttet der Körper des Hundes jede Menge Glückshormone aus, gegen die man nur schwer ankommen kann. Und diesen Kick wird der Hund evtl. immer wieder suchen. Sowas muss zwingend im Ansatz unterbunden werden.

 

Meine Füsse sind nass. Bis zum Knie, weil es im Wald eben doch nicht trocken ist und ich unten auf Wasser treffe. Grummel. Wir müssen jetzt eh noch ne halbe Stunden trocken laufen. Also wieder nach oben auf den Weg.

 

Ich muss nachdenken. Man unterscheidet ja zwischen Jagdtrieb und Hetztrieb. Der Jagdtrieb veranlasst einen Hund gezielt nach Fährten, also den Geruchsspuren eines Tieres, zu suchen und diese zu verfolgen. Findet der Hund die Beute, wird der Hetztrieb aktiviert sobald die Beute flüchtet. Hütehunde oder Schäferhunde haben eigentlich keinen Jagdtrieb, aber den schnellen Lauf lieben sie alle. Sie reagieren auf die schnelle Bewegung - Hanga jagte nicht mit tiefer Nase. Sie war jedoch untypischerweise mit hoher Nase im Wind. Definitiv hetzt sie mit erhobenem Kopf auf Sicht. Hetzen bedeutet Spaß und auch ohne Jagderfolg kommt Freude auf. DAS ist das Problem. Sie ist wie elektrisiert und gierig nach mehr Spaß.

 

Wehret den Anfängen. Hanga hat gegwenärtig bleibenden Hausarrest. Ich lasse Adam von der Leine und der schlendert gemütlich schnüffeln am Wegrand. Hanga darf nicht. Sie jammert. Mir egal. Diese Woche bist Du angeschnallt. Selbst schuld. Wir gehen noch eine ganze Stunde bergauf-bergab und erkunden die Gegend während wir so langsam abtrocknen. Mir eicht es für heute.

 

Die Hunde sind in unserm Dachzimmer auf dem Bauernhof auch nicht mehr zu bewegen. Ab 21 Uhr Nachtruhe. Naja wenigstens ausgelastet.  

 

 

 

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Mo

27

Mai

2013

Amphibien Adam

Amphibien-Adam mit seinem Kumpel Joker
Amphibien-Adam

Hannover schwimmt. Es regnet. Dauerhaft. Seit Tagen. Die Felder stehen unter Wasser. Durch manche Strassen waten wir knöcheltief im Wasser. Die Gleise sind unterspült. Züge können nicht mehr überall fahren. Die Bäche und Regenrückhaltebecken sind übervoll.

 

Hanga wirft sich übermütig ins nasse Gras und nimmt erstmal ne Ganzkörperdusche. Adam, ja Adam ist speziell. Der liebt Wasser. Eigentlich wollte er auch ein Seehund werden. Er wird gerade zum Flughund umgeschult. Bisweilen ist er jedoch weitläufig als Amphibien Adam verschrien.

 

Egal welches Wetter, egal welche Temperatur. Da ist Wasser. Da geh ich rein. Manch Hund mag pikiert die zarten Füsse heben. Adam ist das egal. Regen von oben, Wasser von unten, ist doch das gleiche. Erstmal baden gehen. Schütteln ist quasi überflüssig, er geht eh gleich nochmal rein und dreht ne Runde. Seine Hundefreunde werden gleich mit animiert. Aber die Damen sind da zurückhaltender.

 

Was solls: Ist der Mai kalt und nass, füllt`s dem Bauern Scheun und Fass. Na dann. Weiterschwimmen.

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Di

21

Mai

2013

Swimming Hanga

Hanga und das Stöckchen
Hanga und das Stöckchen

Hanga blüht auf. Leider überlastet sie dann auch ihr linkes Vorderbein und humpelt etwas. Wir haben einen Termin beim Physio vereinbart. Vielleicht können wir es lindern und/oder sogar so aufbauen, dass sie dauerhaft schmerzfrei läuft. Soweit so gut. Wir waren schwimmen. Adam platscht volle Kanne ins Wasser und holt Stöckchen, um Stöckchen brav und unermüdlich aus dem Wasser. Hanga ging bislang maximal bis zum Bauch ins Wasser und tastete sich nur vorsichtig vor.

 

Aufgestachelt vom Stöckchenfieber wollte sie aber unbedingt auch eins haben. Ich warf auch für Hanga. Nur einen Meter weit vom Ufer entfernt. Sie holte ganz vorsichtig mit 2 bis 3 Paddlern den Stock aus dem Wasser. Voll stolz und übermütig. Und nochmal. Wieder vorsichtig ins Wasser und schnell paddeln wenn man nicht mehr stehen kann. Adam schwimmt im Hintergrund seine Bahnen und holt die weiten Stöcke ans Ufer. Er lässt sich nicht ablenken und schwimmt mit einer stoischen Ruhe und Ausdauer selbst dem letzten Stock hinterher.

 

Derweil springt Hanga am Rand ins Wasser und macht ihr Ding. Ich mag Hanga nicht drängeln. Sie wird immer sicherer und freier. Nun hat sie auch verstanden, dass schwimmen nichts wildes ist. Schon bald wird sie weiter draußen schwimmen und im Wasser trainieren und sich auspowern. Das kann nur gut für ihre Knochen sein. Der Sommer kann kommen. Wir wären dann jetzt soweit.

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Do

16

Mai

2013

shoppen für den Tierschutz

Schaeferhund aus dem Tierschutzshop
Schaeferhund aus dem Tierschutzshop

Ich liebe diese T-Shirts. Wo die Hundegesichter so genial aufgedruckt sind, dass es aussieht als würden sie in 3 D aus dem Bauch herauskommen.

 

Spitzen-Idee das mit Tierschutz zu verbinden. So kann man Gelder freisetzen, um sie in Patenschaften und Rettungsaktionen zu geben. Hätte von mir seine können. Aber ich habe ein anderes Geschäft und möchte in diesem nicht auch noch arbeiten. Ich habe wirklich genug um die Ohren. Wenn andere Fragen: und was machst Du so. Sage ich immer: 7 mal mehr als Du und es ist nicht gelogen.

 

Zurück zum Thema: Ich habe den Shop auf treuhund.com eingebunden. Bestellt was das Zeug hält. 24,95 für so ein genials Shirt ist nicht zuviel. Überweisungen nach Österreich sind mit Sepa privat weitgehend kostenlos. Ich erhalte dafür keine monitäre Gegenleistung. Das geht 1 zu 1 an den Betreiber.

 

PS: Hanga ist ne Nervensäge. Je gesünder die wird, desto frecher wird sie! Da braucht wer eine strenge Hand. PPS. Adam ist lieb. Kuschlig lieb. Das sind die dicken doch immer ;-)

 

 

HIER GEHTS ZUM TIERSCHUTZSHOP

 

 

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Di

14

Mai

2013

Happy Birthday PCAS Ungarn

 

PCAS ist die Organisation, die meine Hanga gebracht hat. Kaum zu glauben, aber auf dem Bild mit dem sie „werben“ ist meine Hanga im letzten September. Im Herbst 2012 noch um die 13 kg und heute gute 26 kg. Das Bild zeigt mir, wie wunderbar es ist aus einem Häufchen Elend eine wunderschöne und ausgesprochen aufgeweckte Erscheinung gedeihen zu lassen.

 

Gestern hat Sie mit dem Frisby gespielt. Ganz entzückend. Ich muss immer ein wenig aufpassen. Hanga humpelt bei zu starker Überbelastung wegen dem einst unversorgten Knochenschaden. Normal tritt da nichts auf. Aber wenn sie zu ausgelassen und wild umher tollt, dann macht sich die Überbelastung spätestens am Folgetag bemerkbar. Natürlich behauptet sie wie jedes Kind mit blauen Lippen, das das Wasser gar nicht kalt ist und sie überhaupt nix merkt. ;-) Als Hundemama weiß ich es besser und muss sie dann ausbremsen.

 

Wehleidig ist sie nicht. Aber fröhlich. Sie ist wirklich glücklich und hat Spaß. Ich freue mich sehr Hanga aufblühen zu sehen. Es hat lange gedauert bis Hanga spielen wollte. Inzwischen macht sie es gern und ausgelassen. Wir werden das weiter fördern!

 

Hier nun ein Link der aktuellen Vermittlungstiere von PCAS. Vielleicht ist ja auch das ein oder andere Tier dabei, was in Eurem Leben eine Herz zu Herz Begegnung schenkt.

 

http://www.pcas.hu/index.php/oeroekbefogadhato-allataink 

 

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So

12

Mai

2013

Ballmörder

Ballmörder bei der Arbeit
Ballmörder bei der Arbeit

Samstag. Wir sind Nahe Hamburg beim Kunden zum Workshop. Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters. Die beiden liegen unter der WhitBoard Tafel und pennen. Bürohunde eben. Die Kunden haben selbst zwei Hunde. Einen Rotti Mix und eine französische Bulldoge. 1-16 Katzen und 3 Kindern, die alle die im anderen Teil des Hauses leben. Ein großer Garten ist auch dabei.

 

Am späten Nachmittag, haben wir das Gröbste durch und gehen eine Runde mit den Hunden. Danach treffen wir die beiden Haushunde im eigenen Garten. Das klappt super. Die Bulldogge ist, klein aber sehr männlich und forsch. Adam in seiner robusten Art findet das aber super und spielt ausgelassen.

 

Die Kinder mitten drin. Aus dem Trampolin fliegt ein pinkfarbener Ball, der sehr schon prall und rund ist. Entschuldigung war. Adam liebt Bälle. Ein Biß und das Ding ist platt. Die Kleine fragt, ob wir jetzt neue Luft aufpumpen. Ähm nein, da ist ein sehr großes Loch drin.  Superschtschuldigung!!! Wir kaufenen Dir einen neuen in pink.

 

Weiterreden und die Hunde spielen lassen. Da noch ein rot weißer Ball, schnell wegnehmen. Zack. Autsch, Poff. Ja, wir kaufen also 2 Bälle. Naja machen wir es kurz. Wir müssen ein Paket mit vier Bällen schicken ;-)

 

Was liegen die da auch im Garten einfach rum. Die Dame des Hauses rettet noch schnell den mit den Tierbildern drauf. Den mag sie so gern. Beim Abschied soll Adam die kaputten Bälle mitnehmen. Ihr seid ja lustig. Schenkt uns kaputtes Spielzeug! *gg*

 

Niemand ist böse. Wir schicken ein Paket und sind Anfang Juni wieder einen Tag da. Schön die Bälle wegräumen!

 

 

 

 

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Sa

11

Mai

2013

Alles dreckig macht der Mai

Hunde dreckig, Fussboden dreckig.
Morastkäfer Adam und Hanga

Samstag. 5.30. Pünktlich von den beiden geweckt. Wir gehen unsere Runde. Idyllische Ruhe draussen.

 

Ich denke mir, gehn wir nicht so weit, sondern spielen ein bisschen Ball. Wir biegen von der Hauptstrasse, die durchs Gewerbegebiet läuft ab und erreichen einen kleinen gepflasterten Spazierweg mit Grünzeug drum rum. Unser täglicher Weg.

 

Wir spielen Ball. Rauf und runter. Adam hat Durst und geht den Abhang hinunter zum vermeindlichen Wasser. Dort ist aber nur Schlamm, weil der ganze Regen aus Versehen schon im Dezember und Janar bei uns war.

 

Ich rufe laut. Du gehst da nicht rein! Adam bleibt stehen und guckt abschätzend. Ich sage: Guck Dir Hanga an, die ist brav. Hanga fiepst zustimmend. Da ein Vogel. Hanga springt in den Modder. Adam sieht mich empört an: Wenn DIE das darf, darf ich auch! Und rein da. Beide Hunde im Morast.

 

*SchnappatmungbeiFrauchen* Sie kommen raus. Boah schwarze Stiefel an! Alle beide. Und wie die riechen! Manche Tage habt ihr die Ohren auch nur zum hübsch aussehen! Man. Dann gehen wir eben zum See. Ballspielen eingestellt. Strafanleinung. Vor dem See treffen wir den Jäger, der gerade sein Gewehr schultert und uns einen guten Morgen wünscht. Wir drehen mal direkt um. Doch kein selbstreinigendes Bad heute morgen. Ist ja nicht so, dass wir ausgerechnet HEUTE gut aussehen, weil wir gleich alle 3 in den Hamburger Raum zum Kunden fahren. *grummel*

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Fr

10

Mai

2013

Himmelfahrtskommando

Hunderudelgruppe
der harte Kern

Es war Donnerstag. Es war Himmelfahrt. Es war Feiertag. Es war Regen angesagt. Es war aber sehr sonnig.

 

Wir waren bei Elke im Garten. Fototermin für ein Geburtstagsbild. Leider nicht alle da, aber der harte Kern hat es geschafft. Gassi mit der Gruppe im Köllingsmoor.

 

Wir sehen eine Wiese. Voller gelber Löwenzahn-Blumen. Ein Zaun drum herum. SOWAS bräuchten wir für uns! Vollpfosten e.V. oder Gaby und Sabine e.V. damit alle Hunde Freilauf haben und die Brut- und Setzzeit für alle Beteiligten leichter wird. Letzteres versteht kaum einer. Aber Gaby und Sabine waren eine Zeit bei uns im Rudel und immer sind sie vorgelaufen. Wir waren stets zu langsam. Machst Du uns die Gaby heisst , geh nicht zu weit voran. Ein mittlerweile gepflügeltes Wort für Hund und Mensch.

 

Wir gehen an einem Gelände vorbei auf dem zwei Kangal Hunde Wache schieben. Wir gehen nah vorbei. Ein Mini Trampelpdfad auf dem wir Millimeter entfernt vorbeilaufen. Auf der einen Seite der Zaun, auf der anderen der Waldgraben, dessen Ufer steil nach unten geht. Hoffentlich fällt keiner rein. Zwei Hunde nebeneinander geht schonmal nicht. Im Entenmarsch hangeln wir uns lang. Lautes Bellen der Kangal Hunde begleitet uns.

 

Bis zu Sonjas Garten. Die hat einen Ententeich. Schön mit grüner Entengrütze und Kirschblüten drin. Adam, ja Adam machte eine Schritt aufs Wasser zu und war zack bis zum Hals in Entengrütze. Er blieb nicht allein.

 

Juchhee ich habe einen grünen Hund! Naja musst Du nachher nochmal ins saubere Wasser. Frühstück bei Elke. Mit frischem Brot und Kuchen. Am Abend war auf unserer normalen Runde der Bauer am Gülle ausfahren, auf der abgemähten Wiese. Wir wählten einen anderen Weg. Zur Sicherheit Entengrütze und Gülle wäre einfach zuviel.

 

Alle nochmal ins Wasser und hui wie schön sauber ihr seid. Am See sind die Hunde momentan gut auszulasten. Alle haben Spaß, alle sind nass und nachher sind alle müde ;-) So gehört das!

 

PS: Ich denke auf der Idee herum eine Wiese zu pachten. Das muss doch möglich sein und wäre eine super Lösung. *denkdenkdenk*

 

 

 

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Mi

08

Mai

2013

Mord durch Mahd

Mord durch Mahd
erschlagene Ricke

Montag. Der Bauer mäht die saftigen Wiesen mit wirklich hohem Gras. Darf der das? Die Hundegruppe, geht ihre Runde und beobachtet das Treiben. Ein Reh läuft in Panik aus der hohen Wiese. Das Gras steht so hoch, dass ein Schäferhund fast nicht mehr zu sehen ist. Der Rückzugsort für Rehe, Hasen, Rebhühner und Füchse. Eine ziemlich große Fläche.

 

Ein Gefühl der Empörung steigt in den Gassigängern hoch. Es ist Brut- und Setzszeit. Die nervt uns alle ein bisschen, weil die Hunde Leinenzwang haben und eine Auslastung unmöglich wird. Die Stadt ermöglicht keine ausgewiesenen Freilaufflächen. Man hat Verständnis, aber auch keine Alternative. Also zwingen wir die Tiere an die Leine. Umso unverständlicher ist es, dass hier so großflächig gemäht wird. Es wird spekuliert wieviel arme Tiere der Bauer da niedermetzelt.

 

Dienstag. Nach 18 Uhr. Die Hundegruppe läuft wieder. Auffällig viele aasfressende Vögel sind auf der Wiese zu Gange. Die Hunde wollen gern dort hin. Wir lassen sie nicht. Deutlich sichtbar liegt ein toter Tierkörper nur ca. 80 Meter vom Wegrand entfernt. Wir wollen nachsehen. Ich gehe. Nur Sekunden später ist klar; eine tote Ricke. Vom Mähwerk geschreddert. Sie liegt als hätte sie sich an den Boden gekauert. Wenig weiter finden sich zwei Füchse.  Wie schrecklich. Das war Mord.

 

Ich mache Bilder mit dem Handy und gehe zur Gruppe zurück. Meine beiden Hunde freuen sich sehr darüber. Dabei war ich nur 80 Meter weit gegangen und zu sehen.

 

Am Wegrand überlegen wir was zu tun ist. Wir rufen die Polizeidienststelle an und melden den "Wildschaden". Der Polizist informiert den Jagdpächter. Erstmal beenden wir die Gassirunde und an unserem Treffpunkt kommt uns der Jagdpächter mit Helfer entgegen. Ich steige nach dem ersten Versuch die Tiere ohne Hilfe zu finden bei ihm ins Auto ein und wir fahren direkt dorthin. Der Helfer kommt mit einer schwarzen Plastikbox und sammelt das tote Tier ein. Der Jagdpächter schaut traurig und erklärt mir, dass es eine Ricke ist, die letztes Jahr noch ein Kitz war. Sie gehört zu dem Sprung Rehe, was mit 10 Tieren immer auf unseren Wiesen stand. Nun sind es nur noch 9.

 

Er erklärt mir auch, dass der Bauer Mais sähen will und deswegen die Wiese gemäht hat. Er wirkt sauer. Hat er doch extra ausgebildete Hunde, die vor der Mahd solche Wiesen durchstreifen und die Tiere heraustreiben. Warum hat der Bauer nichts gesagt? Wie dickfällig und respektlos ist das? Bleibt sowas ungestraft? Vor Hunden schützt man die Tiere und ihre Jungen. Vor Bauern leider nicht.

 

Mittwochvormittag. Der Bauer räumt das Gras weg. Es wird Silage oder direkt verfüttert. Wieviele erschlagene Tiere findet man noch darin? Fressen das dann die Kühe? Verendet die ein oder andere von denen wegen der "Verunreinigungen"?

 

Freilaufende Hunde sind ein Problem, freilaufende Bauern ein größeres. Keiner unserer Tiere hatte je ein Reh oder gar Fuchs auf der Erfolgsliste. Wir gehen auf Wegen. In Niedersachsen ist vom 1. April bis 15. Juli Leinenzwang. Bei der Gelegenheit sollte ich noch einmal dringend für ausgewiesene Freilaufflächen plädieren! Große Hunde, lassen sich an der Leine nicht auslasten und man macht sich der nicht artgerechten Haltung schuldig. Das Gesetz ist richtig und wichtig, aber es muss Ausweichmöglichkeiten geben!

 

 

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Mo

06

Mai

2013

Frischfleisch

Darf man das essen?
Darf man das essen?

Samstag. Edeka. An der Fleischtheke. Ich kenne mich nicht aus. Ich esse sowas nicht. Ungefähr schon immer. Aber die beiden sollen so einen Markknochen haben, damit sie etwas natürliches knabbern und natürlich beschäftigt sind. Sonst nutzen wir Rinderkopfhaut, aber die ist auf Dauer auch öde. Also mal was frisches für Zwischendurch.

 

Ich frage nach. Markknochen haben wir nicht. Aha, sowas ähnliches? Wieso haben Sie sowas eigentlich nicht, damit macht doch jede Hausfrau Eintopf. Ja, haben wir halt nicht. Was wollen Sie denn damit machen? Na die Hunde füttern. Die leben ja besser als wir. Das sei dahingestellt, aber haben Sie sowas? Ich hab ne Beinscheibe. Ja, nehm ich. 2 mal bitte. Da ist noch Fleisch drum rum, ganz mager und sehr reichlich. Danke, meine Hunde werden mich noch mehr lieben. Der Fleischer schüttelt ungläubig den Kopf aber packt uns 2 dicke Scheiben ab.

 

Daheim packe ich die Einkäufe aus und beende das mit der Übergabe des Fleisches. Hanga ist vom Geruch sofort elektrisiert und alles an ihr schreit Jipppiiihhh. Sie schnappt sich ne Beinscheibe und verkrümelt sich auf einen einsamen Platz vor der Eingangstür.

 

Adam nimmt das Fleisch vorsichtig und fast zart zwischen die Zähne. Es fällt heraus. Klatsch auf die Fliessen.  Ich helfe ihm. Er trägt es auf das Kissen im kleinen Büro. Erstmal davorsetzen und ablecken. Mhhh lebt das noch? Darf man da reinbeissen? Ich beobachte entzückt seine Unsicherheit. In Adams Kopf sieht man die Mühle rattern. Sie meckert nicht, dann wird es wohl ok sein. Hanga hören wir knacken und schnörpseln. Die ist hin und weg. Gaaaanz langsam beginnt er den Rand abzukauen und arbeitet sich vor. Als ich immernoch nicht meckere, wird Adam sicher und knabbert alles weg. Übrig bleibt ein Stück Röhrenknochen mit Mark. Das wird  nun ausgeluscht bis zum letzten.

 

Beide Hunde sind mal 2 Stunden gut beschäftigt. Das passt mir hervorragend. Dann kann ich mal klar Schiff machen. Als ich wieder hinsehe, kämpfen die beiden spielerisch um die übriggebliebenen Knochen mit Mark. Hanga will immer das, was Adam hat. Es könnte ja das bessere Stück sein. Ich muss schmunzeln. Mir egal, sollen sie es austentern.  Ich geh die Wäsche machen.

 

 

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Do

02

Mai

2013

Jederhundrennen Garbsen

Mr. und Mrs. Jump and Run
Mr. und Mrs. Jump and Run

Wir haben´s getan!

 

Endlich weg vom Schreibtisch, der übervoll liegt. Endlich raus aus der Hütte. Dringend was anderes sehen als nur Arbeit, Arbeit, Arbeit. Soweit der Plan.

 

Das Wetter bombastisch. Ich war den ganzen Tag im T-Shirt vom frühen Vormittag an.

 

Beide Hunde topfit und übermütig zum spielen aufgelegt. Keine Verletzungen, Handicaps oder Beeinträchtigungen. Pünktlich wach, entspannt vorbereitet, voll freudiger Erwartungen.

 

Bei der Anmeldung werden die Ausweise vorgezeigt. Impfungen sind da. Hunde vermessen. Ja, Hanga hat exakt 55 cm. Könnte in Klasse M laufen. Ich melde beide in Klasse L. Erst erhalten wir Startnummer 23 und 24. Das hätte super gepasst. Allerdings hat man Nummern doppelt vergeben und deswegen bekommen wir später statt der 24 die 38. Naja koordinieren wir uns eben.

 

Bis es endlich mit Klasse L für große Hunde über 55 cm losgeht, laufen die Windhund Mischlinge, Klasse S und Klasse M. Wir sind erst gegen 13 Uhr das erste Mal dran und sehen uns das Treiben im Freilauf an. Der ist super.

Viele Hunde, alle ohne Leine, Zaun drum rum. Adam spielt sich wie von Sinnen durch das Angebot. SABOTAGE! Die Kraft rauben, bevor wir starten. *g* Wir sind aber zum Spaß hier und den hat er. Also lassen wir ihn. Hanga ist Hüterin der Ordnung und geht zwischen kabbelnde Hunde. Da wird geklärt. Adam schnappt sich die dicken Brummer, die auf einen anderen Hund losgehen wollen und trennt den Übeltäter sauber und absolut souverän von den anderen. Echte Hütehunde habe ich. Alle beide.

 

Komplimente überrauschen uns. So tolle Hunde und sooo verträglich. Wir erleben diverse Spontanheilungen von Hunden, die einst Angst vor Schäferhunden hatten, weil sie schon mehrfach gebissen oder angegriffen wurden. Ach, ihr Adam ist ja so lieb, der sieht schon so lieb aus. Psssst! Kein Mann will das hören. Er ist ein echter Kracher! ;-)

 

Als wir den Freilauf verlassen, um Wasser für die Hunde zu suchen, treffen wir Elke und Jürgen mit Tochter und Enkel. Der Fremdkuschler Adam wirft sich auf den Boden und lässt sich durchkneten. Jürgen mag er sehr! Vom ersten Tag an. Unser Assistenzteam für den ersten Lauf ist vollzählig. Wir stellen uns an den Zieleinlauf und beobachten das Treiben.

 

Es sind sehr lustige Szenen dabei. Wenn Schnuppi den Weg nicht findet, oder Hähnchen geniale Zeiten hinlegt, entstehen lustige Bilder. Die Halter laufen vorweg und deren Hunde hinterher. Manche Hunde laufen auch hinter dem falschen Hasen am Motor hinterher. Der arme falsche Hase stirbt mehrfach an diesem Tag.

 

Die Kommentatoren- Lady wirft Ansagen durch wie: er hat die Zeit vor Menschen zu laufen ausgiebig ausgekostet oder der Hund war schneller als sein Frauchen im Ziel.

 

Wir sind dran. Anstellen am Start. Nummer 23. Ja die neue Nummer 24 war vor uns da und lässt uns nicht durch. Äh ok, lauft ihr zuerst. Schonwieder getauscht. Der Helfer hält Adam am Halsband und ich laufe los. 80 Meter. Nix wildes. Nach 50-60 Metern lässt man Adam los und der jagt mir und seinem orangen Chuck it Whistler Ball hinterher. Wir sind schnell. Als die Zeiten durchgegeben werden 9,17 Sekunden, denke ich. Ui gar nicht so schnell. Es sah deutlich rasanter aus. Macht nix.

 

Hanga freut sich sehr, dass wir wieder da sind. Sie hat mit Jürgen und Elke am Ziel gewartet. Wir knuddel und loben und dann gehe ich mit Hanga zum Start und lasse Adam bei Jürgen. Wenn alle nur um die 10 Sekunden laufen, geht es schnell mit den Startnummern. Bei 130 Teilnehmern auch wirklich wichtig.

 

Der Helfer sieht Hanga und stellt fest: Die ist sicher einfach. Ähm nein, Sie ist eine Dramaqueen sobald ich ohne sie loslaufe, entwickelt sie viel Kraft, um sich loszureißen. So war es auch. Ich laufe los und höre ein beseeltes weinen und jammern, weil ich weg bin. Egal, nicht umsehen, einfach laufen. Man lässt sie los, dann kommt sie angerast. Sehr windschnittig. Sie läuft ins Ziel und direkt in meine Arme. Erstmal knuddeln. Anschnallen und die Bahn verlassen. Ich verstehe die Zeit nicht ganz, aber es sind über 10 Sekunden. Langsam. Aber völlig egal. Wir hoffen auf schöne Fotos.

 

Wir haben uns Kaffee und Kuchen verdient. Ich verabschiede Jürgen und Elke und gehe mit beiden Hunden in die Kantine. Die beiden dunklen Hunderücken sind von der Sonne sehr warm geworden. Sie trinken ausgiebig und dann sind wir im Schatten mit einer Pause verabredet. Adam und Hanga legen sich unter den Tisch und schlafen sofort. Völlig entspannt, als wäre es normal. Ich genieße 2 Stücke selbstgebackenen Kuchen für 1,50 EUR das Stück und meinen Freikaffee für alle Hundestarter.

 

Wir sprechen mal nicht und schalten kurz ab, als ich Alex mit den beiden Greyhounds vorbeilaufen sehe. Ich will meine beiden nicht wecken und rufe ihn an. Wir finden uns wenig später.

 

Erstmal in den Freilauf. Als die Hunde abgeleint sind, rast an der langen Seite im Freilauf der falsche Hase lang. Beide ehemaligen Rennhunde aus Irland starten durch. Adam hinterher. SABOTAGE! Schonwieder klaut man unsere Kraft.*gg* Egal, sie haben Spaß. Hanga legt sich neben mich und döst. Adam sprintet durchs Gehege. Hoch und runter. Wir führen angeregte und sehr freundliche Gespräche mit den anderen Hundehaltern. Manche Zuschauer, manche Teilnehmer. Wieder Spontanheilungen von Schäferhundängsten.

 

OK: Klasse L ist dran. Mein neuer Starthelfer Alex und ich gehen zum Zieleinlauf und schauen zu, bis wir aufgerufen werden. Nummer 23 Adam. Das Spiel von vorn. Die Zeit ähnlich wie vorher aber etwas langsamer. Hanga ebenfalls eine 10 vor dem Komma. Wieder verstehe ich den Rest nicht.

 

Inzwischen kann ich die Erschöpfung sehen. Beide liegen sofort, wenn wir anhalten. Schnell was trinken und schon ist Siegerehrung. Nach unserer Startnummer kommt nur noch die 39 und 40. Man rechnet schnell beide Zeiten zusammen und hat die Platzierungen. Auf dem Siegerehrungsplatz versammeln sich alle Teilnehmer. Meine Hunde liegen sofort. Voll platt. Adam schläft fest bis Klasse L aufgerufen wird. Hanga erhält als Vorletzte den Trostpreis. Ich muss lachen. Adam irgendwo im Mittelfeld. Wir bekommen Leckerlies und ne Urkunde und gehen bevor die Siegerehrung beendet ist. Nochmal schnell im Freilauf Geschäfte machen, was trinken und rein ins Auto.

 

Beide mögen keine Leckerlies mehr. Nach 8 Stunden draußen sind sie satt, müde und einfach erschöpft. Daheim liegen Adam und Hanga sofort und schlafen wenig später tief und fest. Es ist so ruhig wie nie. Ich bin am Rechner und arbeite nun doch noch etwas. Niemand hält mich ab. Sie wollen kein Abendessen. Nicht einmal das Gute Nacht Leckerlie um halb 11 ist gern gesehen. Sie nehme es, tragen es ins Hundebett und schlafen darüber ein. Nachts um halb 3 höre ich Hanga, wie sie das von sich und Adam gleich mitknabbert.

 

Obwohl wir nun echt nix gewonnen haben, bin ich sehr stolz auf die beiden. Die kleine Hanga war so bemüht alles richtig zu machen. Dabei ist ihre Rekonvaleszenz-Zeit noch nicht abgeschlossen. Sie kam mit 13,1 kg vor 6 Monaten an. Nun war sie mit fast 26 kg mal richtig gefordert. An ihrer aktuellen Leistungsgrenze hat sie sich hervorragend benommen und war zuckersüß. Sie hat immer meine Zustimmung gesucht und jeden Schritt abfragt. Wir waren ein tolles Team.

 

Adam hat mit Bravour seine Rüpelzeit überwunden und konnte seine Sozialkompetenz erstmals so richtig zeigen. Alles fremde Hunde und keiner wurde angeblafft oder übervorteilt. Selbst die fremden Bälle wurden brüderlich geteilt. Sein Schäferhundangst-Heilungsdienst kam richtig in Fahrt. Er ist eben ein ganz lieber ohne jede Grundaggression. Ich würde trotzdem niemanden raten forsch und grimmig auf mich zuzugehen. Dann wird aus dem lieben Adam nämlich mein Schutzhund und der vermeidliche Angreifer muss tief einatmen, wie wir heute morgen um 6 unter Beweis gestellt haben, als uns 2 stramme Burschen forsch entgegenkamen und gar nicht freundlich dreinschauten. Die haben gerade stehend gewartet bis wir vorbei waren ;-) Guter Hund! Niemand gefressen. Kehliges Knurren und gezieltes vor mich stellen erklären sich dem „Angreifer“ von selbst. Manche Sachen muss man nicht interpretieren.

 

Ich weiß nicht, ob wir noch einmal teilnehmen. Es war wirklich für beide eine Leistungsgrenze und eben ein ganzer Tag. Spaß hat es gemacht. Mal sehen was sich so ergibt. Wir warten auf Bilder, die wir natürlich umgehend veröffentlichen werden.

 

Bis die Tage!

 

 PS: Hier kann man einige unserer "Konkurrenten" sehen. Die hatten offensichtlich alle Spaß ;-)

PPS: Adam sieht dicker aus als er ist. Also man andere/r auch ;-)))

 

http://eye4moments.com/gallery/2013/05/01_jederhundrennen@hannover/index.php 

 

http://www.huetehundfotos.de/veranstaltungen/Jederhundrennen_2013/jederhundrennen_index01.html

 

 

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Mo

29

Apr

2013

BuxteHunde

Unsere neue Eingangstür, schwer, alt und geht nach innen auf ;-)
Der Eingang an dem morgens die Katzen sitzen ;-)

Lange nix gehört. Wir waren weg. Wir sind im Reisedienst. Inzwischen haben wir beruflich bedingt ein möbliertes Zimmer auf Zeit in Buxtehude gefunden. Auf einem Bauernhof. Mit einem Hofhund und Hofkatzen und vielem anderen Getier. Die Rehe vor der Haustür sind besonders frech und angstfrei, die Katzen sowieso. Die Pferde werden regelmäßig zusammengetrieben und die beiden Ziegen sind gern gesehen Spielpartner, besonders bei Hanga. Das Zimmer ist recht klein, aber ausreichend. Wenn wir dort sind, ist allerdings nur liegen möglich. Gespielt wird also draußen. Reichliche Möglichkeiten hat es ja.

 

Wir waren im Schäferhundeverein und haben uns mal umgesehen. Dort üben wir jetzt Dienstagsabend die Abläufe der Begleithunde. Danach wird mit anderen Hunden der Schutzdienst trainiert. Wir schauen wenigstens ein bis zwei Tieren dabei zu.

 

Adam schaut sehr aufmerksam. Überhaupt erkenne ich da meinen Hund. Der nette Trainingsleiter im Schutzanzug mit Schutzarm hat Spaß und lehrt die Hunde spielerisch den Angreifer zu stellen. Wir sind weit entfernt davon, dass sowas denkbar ist. Absolut guter Grundgehorsam ist drin, aber wir haben eigene Kommandos und verstehen uns oft ohne viele Worte nur mit Handzeichen. Solche Aufgaben, müssen mit klaren Kommandos verbunden sein. Wir lernen aber gerade das Bei Fuß. Es klappt super. Nur nicht mit den Kommandos, die man standardmäßig verwendet. Da habe ich mehr Trainingsbedarf als meine beiden Fellnasen.

 

Adam will den Angreifer auch stellen, sitzt aber brav hinter dem Zaun, wie ein Junge, der später mal Rennfahrer werden möchte. Er macht große Augen, wimmert leise und aufgeregt und will auch in den Arm beißen. Er will auch die Beute wegtragen dürfen. Hanga sitzt mit dem Gesicht abgewandt und begutachtet die anderen Hundehalter, die alle Leckerlies dabei haben. So hat jeder seine Beschäftigung ;-)

 

Die größte Schwierigkeit überhaupt ist ablegen. Haha MEINE HUNDE DOCH NICHT. Schonmal ne Frechheit nicht zusammen auf dem Platz zu sein, sondern einzeln trainiert zu werden. Hanga stirbt jedes Mal einen wirklich eleganten Heldentod als Dramaqueen, wenn sie zusehen muss wie Frauchen und Adam üben gehen. Nur 15 Minuten. Für mehr reicht unsere Konzentration eh nicht.

 

Adam weint wie ein kleines Mädchen, wenn er auf Hanga warten muss, die dank Leckerlies schneller und lernfähiger ist als er. Sie lässt sich eben nicht so schnell ablenken und findet essen immer noch besser als alles andere.

 

Ich habe beschlossen das nun öfter zu tun. Nicht weil wir große Prüfungen machen wollen, sondern weil es den beiden gut tut, einmal wöchentlich nicht aufeinander zu hängen und rumzugämmeln. So kann ich besser auf Einzelheiten eingehen. Wir gucken mal wo das hinführt. Bis die Tage.

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Sa

23

Mär

2013

Tierarzt, Tagesbetreuung, Buxtehude

Hanga wartet beim Tierarzt
Hanga wartet beim Tierarzt

So. Sonntag. Die Woche wird extrem. Niemand im Büro. Lernschwester Lou, die die Mittagsrunde und die abendliche Rudelrunde übernimmt, wenn ich weg bin hat Urlaub. Alex, der Notmann und Ausbilder von Lernschwester Lou, der mit seinen beiden Greyhounds bei uns im Büro arbeitet, ist auch nicht da. Das Sekretariat nur sporadisch besetzt. Ich bin mind. 13 Stunden von daheim weg. Ja, dann müssen sie wohl mit.

 

Wir stehen 1/4 vor 5 auf und gehen raus. Hanga nicht. Sie bleibt am oberen Treppenabsatz stehen und legt sich hin. Wimmert. Mist! Ich trage den Krümel runter. Auf 3 Beinen humpelt sie zur Wiese gegenüber. Durchfall. Blankes Wasser. Ist ja ganz toll. Dann arbeiten wir wohl heute nicht in Buxtehude. Hanga muss zum Arzt.

 

Wann macht der auf? 8.00 Uhr. Ja dann 7.30 Uhr, beide ins Auto und Punkt 8 vor deren Tür. Wir müssen dennoch warten, die operieren schon oder noch. Warten finden meine beiden blöd. Adam winselt wie ein Mädchen und Hanga weiß nicht, ob sie stehen, liegen oder sitzen soll. Es geht ihr nicht gut. Ich routiere, wie ich die Woche umplane. So einen Berufsausfall können wir uns nicht leisten.

 

Wir dürfen als erste rein, kurz erklärt, Blut abnehmen, gleich was mehr, dann machen wir noch ein Reiseprofil mit. Hanga war den Tag vorher exakt 6 Monate bei uns. Inkubationszeiten sind aufgebraucht. Dann müssen wir nur einmal piecksen. Runter vom Tisch, rein in den Röntgenraum. Die tolle Bleischürze umschnüren und die Frage, ob wir eine Sedierung brauchen verneinen. 2 Ladys und ich halten die Hundedame gut fest. Sie macht das souverän. 2 Aufnahmen vom linken Knie. Von oben, von der Seite. Gleich beim ersten Mal super geworden.

 

Und zack wieder rein ins Behandlungszimmer. Ich sehe das Bild auf dem Schirm und weiß was los ist. Das linke Vorderbein sieht aus, als wäre es einmal angeknackst gewesen. Es ist nicht sauber verheilt. Eine Seite des Gelenkes ist weiter offen gestellt und offensichtlich der Herd der Schmerzen.

 

Könnte theoretisch eine Dysplasie sein. Nicht ungewöhnlich bei Schäferhunden. Nein wir werden da nix operieren. Wir suchen nicht nach abgelösten Kleinteilen im Gelenk. Wir sehen die auffällige Knochendichte und die leicht schiefe Stellung und werden sie einfach ruhig stellen, mit Schmerzmitteln füttern und in Zukunft dafür sorgen, dass sie nicht überbelastet. Ausserdem werden wir Grünlippmuschelextrakt organisieren und füttern. Einfach zur besseren Versorgung der Knochen und Gelenke.

 

Nach Hause. Ruhetag für die Hunde. Auch für Adam. Das finden beide saublöd! Nur zum Pipi runter. Hanga wird getragen. Wir haben Metronidazol im Gepäck, Schmerzmittel, Tabletten gegen Durchfall und Probiotischen Futterzusatz. Der Durchfall ist wirklich schnell gestoppt. Hanga voll high. Adam ne kleine Nervensäge, der mit dem Ball beschäftig werden will.

 

Am Laptop sitzend mit ner Tasse Kaffee in der Hand arbeite ich von daheim. Der Adam kommt und schiebt seine Schnauze mit Ball durch meine Armbeuge und verpasst der Kaffeetasse einen herzlichen Stups. Er füttert den Laptop mit Kaffee. Na ganz großartig. Es tropft, es schmiert, es macht Klick und der Rechner ist tot. Korrodierte Kontakte und ein saftiger Kurzschluss. Tja, ein teurer Montag. 318 € für den Tierarzt, 715 € für einen neuen Laptop. Der nächtse wird versichert!  Das Geld war anderweitig verplant. Wir müssen umorganisieren. Ich muss umorganisieren.

 

Genau wie beruflich. Weil ich Montag nicht in Buxtehude war, muss ich Freitag dort sein. Die Hundepension kennt uns noch nicht und gleich am ersten Tag sind wir spontan abwesend. Die haben da 4000 qm Auslauf, wo die beiden im Rudel laufen dürften. Wenn Hanga nicht ruhig gestellt werden sollte, wenn sie nicht schonwieder läufig wäre nach weniger als 90 Tagen, wenn wir da gewesen wären.

 

Naja Dienstag. Wir stehen 1/4 vor 5 auf. Gehen nur vor die Tür. Ich trage den Krümel noch die Treppen rauf und runter. Um 6 sitzen wir im Auto um 15 nach 8 sind wir in der Hundepension, um 9 muss ich spätestens im Büro sein. Die Strassen sind eklig glatt. Es wird 15 nach 9. Schnell arbeiten bis 18.30 und zack zu 19 Uhr die Hunde holen. 21 Uhr daheim.  Und morgen nochmal, und übermorgen nochmal, und überübermorgen nochmal...

 

Es ist Samstag. Ich finde schlafen so attraktiv wie nie. Hanga ist voll fit und wieder die Rambazambalotte. Adam drängelt, weil er sein Rudel endlich treffen will. Und ich, ich muss arbeiten, weil meine Sekretärin am Freitag auch noch krank war und nicht das geschafft hat, was ich bräuchte, um heute weiter zu machen.

 

Manche Wochen schulen ungemein die Disziplin. Einfach durchhalten. Wir gehen gleich zu unserem Hunderudel spazieren. Eisiger Wind, aber Sonnenschein. Adam wird das egal sein. Der freut sich wie Bolle. Hanga feiert jetzt schon und ich taste nach dem Kaffee, den ich sicherheitshalber weit weg vom Rechner trinke.

 

Hurra, wir leben noch - nach dem gleichnamigen Bestseller von Mario Simmel. 

 

Nächste Woche bleiben die Hunde hier. Und ab April wohnen wir eine Zeit lang in Sauensiek bei Buxtehude  innerhalb der Woche. Alles wird gut. Wie immer.

 

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Sa

23

Feb

2013

tre chique Halsbänder

Jagdhunde jagen sich gegenseitig
Jagdhunde jagen sich gegenseitig

Wenn man so Hunde-Babys hat, die noch wachsen und/oder zunehmen, dann ist ein Geschirr angebracht. Sie können sich nicht raus winden, werden im Auto angeschnallte und man hat einen Griff am Hunde, falls es mal eng wird. Deswegen hatten wir Geschirre. Adam hat seins verloren, als er gerade glücklich über die winterlichen Acker sprintete, berauscht von dem Gefühl zu laufen. Irgendwo im Halbdunkel blieb er hängen, der Sicherheitsverschluss öffnete sich und gab das Geschirr frei.  Weil Adam brav wiederkommt und es abends dunkel ist, blieb der Verlust unbemerkt. Naja egal. Wir hatten ja noch das Trainingshalsband. Neue bestellt waren sowieso. Leider hat es eine Weile gedauert, bis sie denn endlich da waren. Und tada: Sie sind da!

 

In Orange. Orange ist speziell. Es ist ein Jagdhundehalsband, eine Signalhalsung. Es dient dem Jäger zur Erkennung der freilaufenden Jagdhunde. Jäger tragen orange Kappen, Jagdhunde orange Halsbänder und idealerweise auch Westen. Auf die schießt niemand. Zur Sicherheit. Wir wollen ausreiten, da weiß man nie was einem im Wald so begegnet. Deswegen haben wir ein Hundehalsband für Jagd- und Apportierhunde in neon-orange.


Das sieht sehr cool aus! Meine Schwester hat dafür in sehr früher Kindheit einen Begriff geprägt, der sehr treffend ist. Wenn es so gut lief, waren wir ZUSAMMENKINDER. Wann läuft es unter Geschwistern schonmal gut ;-)

 

 

Meine beiden sind Adoptivgeschwister und haben nun ein identisch anmutendes Halsband. Adam und Hanga sind Zusammenkinder. Ein bisschen wie im Schwimmbad, zu Schulzeiten, als alle Kinder dieselbe Badekappe tragen mussten, damit sie eindeutig zuzuordnen waren. *gg* Das war gruselig. Das mit den Halsbändern ist sehr attraktiv. Ich steh drauf. Aus Neopren. Rostfrei. Klettfläche dran. Verstellbar. Extrabreit. Wasserabweisend. Schnelltrocknend. Praktisch.

 

Samstagmorgen. Wir ziehen los. Und es ist fast ein bisschen peinlich die alten Hundeleinen da einzuhaken. Ja, gleich wenn wir zurück sind, kaufen wir passende Leinen. (Anm. der Redaktion, ist sofort erfolgt und direkt geliefert) Ich bin sonst kein Snob. Heute schon. Das muss einfach passen. *räusper*

 

 

Und nun ein bisschen Werbung, für die wir NICHTS erhalten.

 

Dieses Hundeteam wurde ausgestattet von EZYDOG

 

Das EZYDOG Neoprenhalsband setzt Maßstäbe in Widerstandsfähigkeit, Komfort und Design.

Aus robustem Nylongewebe hergestellt und mit doppellagigem, schnell trocknendem Neopren unterlegt, genügt es höchsten Ansprüchen. Die reflektierenden Einsätze sorgen für beste Sicherheit und Sichtbarkeit in der Dunkelheit.

Durch das innovative Klettsystem ist die Größenanpassung ein Kinderspiel.
Der stabile Klickverschluss des EZYDOG Neoprenhalsbandes ist an die Körperform des Hundes angepasst.

Zusätzlich besitzt das EZYDOG Neopren Hundehalsband eine separate Lasche zur Anbringung einer Hundemarke oder Adress ID. Das EZYDOG Neopren Hundehalsband ist wasserbeständig und leicht zu reinigen.

 

 

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So

17

Feb

2013

Strassentrip mit Hund und Pferd

gerade wieder aufgestiegen, alle dabei ;-)
gerade wieder aufgestiegen, alle dabei ;-)

Sonntag. 8 Uhr morgens. Nebel. Mhh lecker. Naja was soll´s. Wir wollen Straßentraining machen mit den Hunden. Das klappt am besten Sonntagmorgen, wenn keine Socke auf der Straße ist. Schon beim anziehen der Reitsachen freuen sich beiden Hunde wie Schneekönige. Juchuu wir reiten aus. Nicht mal der Weg auf die Wiese gegenüber ist drin. Die warten am Auto. Die wollen mitfahren. Unbedingt!

 

Wir sind früh beim Pferd. Alles ist ruhig und idyllisch. Perfekt. Nur das Wetter könnte schöner sein. Naja, dann bleiben uns wenigstens die Menschen fern. Bei dem Wetter kommt doch keiner freiwillig raus. Pferd geputzt und gesattelt, alles entspannt. Langer Zügel und ab dafür. Adam und Hanga laufen frei. Schön neben und hinter dem Pferd entlang. Schön bei Fuß, ganz selbstverständlich, ohne dass ich was sage. Die Hufe klackern auf den Pflastersteinen.

 

Wir wollen nicht ewig auf dem Bürgersteig lang gehen. Erstmals die Hauptstraße überqueren. Hunde! Langsam! Sie bleiben stehen. Keine Kunst, das üben wir ja täglich. Alle halten an, kein Auto kommt und rüber. Ah ein Hund. Mist! Der will früh zum Bäcker an der Ecke. NEIN! Beide sehen zu mir hoch und man kann die Gedankenwolke über ihren Köpfen sehen. Naja sie sagt nein, aber meint sie das auch? Ja, ich meine das so!  Der andere Hundehalter lacht. Ganz fatal, das werten meine doch sofort als freundliche Aufforderung zur Taschenkontrolle. NEIN! VORAN! Widerwillig aber brav geht es voran. 100 Meter weiter, noch ein Bäcker. So viele Autos. Hey, haben die alle kein zuhause?

 

Wir biegen ab. Runter von der Bäckeravenue. Nebenstraßen sind super. Wir klackern ein bisschen müde, aber fröhlich langhin, um weicheren Boden zu erreichen. Zwischendrin immer wieder kleine Raunzer an Adam und Hanga, die gelegentlich auf die andere Straßenseite sehen. Der Bürgersteig wird nicht verlassen. Und falls sie doch einen zarten Schritt in die falsche Richtung machen, sofort die Korrektur. Gott sei Dank ist Tatty straßensicher und voll entspannt. Mit einem anderen Pferd würde das nicht gehen. Das weiße Sofa trägt uns sicher und sehr relaxed durch die Wege.

 

Hangas Maul schäumt inzwischen vor lauter positiver Aufregung. Es riecht alles so neu und lecker. Sie ist hin und weg. Adam geht hinter uns. Wie ein Hüter seiner Herde. Ich muss ein wenig schmunzeln, mag aber nicht das Handy rausholen und ein Bild knipsen. Das wäre ein bisschen wie freihändig rückwärts fliegen. Soviel Risiko muss nun wirklich nicht sein. Wir sind aus dem Ort und erreichen weiche Seitenstreifen, auf denen man entspannt traben kann. Die Hunde schnüffeln, Tatty schnaubt zufrieden und sichtlich gelöst. Das Pferd im ruhigen Arbeitstrab, die Hunde im ruhigen Wolfstrab. So kann es eigentlich immer sein.

 

Dann kommen wir wieder ein Stück an der Straße entlang. Der Radweg auf dem wir gehen, ist mit Streusteinchen versaut. Also müssen wir am Rand Schritt gehen, als uns ein smarter Jogger von hintern zuruft, geht das mit Pferd und Hunden? Na klar, einfach weiterlaufen. Die Hunde interessiert es nicht mal, Tatty guckt kurz irritiert. Wir sind wieder alleine. Boah war das schon immer so weit?  Mein Streckenplan im Kopf war irgendwie kürzer. Naja egal. Uns stresst ja keiner und wir machen langsam. Ein paarmal links und rechts, die Hunde sind schon deutlich ruhiger und teilen ihre Kräfte besser ein.

 

Plötzlich, ein 500 Meter entferntes Geräusch, das ich gut kenne. Alfred hat uns entdeckt. Also DER Alfred, der immer Ahnung hat und Zuhörer gern mag, der zu Elke seiner Frau mit Tessi der schwarzen Hundedame gehört. Er hat uns entdeckt und winkt uns heran. Siehe da, noch mehr Hundehalter. Unser Rudel geht ja auch eine Morgenrunde und die treffen wir gerade. Manne mit Maggy und Tequila, Sabine mit Joker, Heike mit Benji, Werner mit Lux und Luna… Adam sieht sein Rudel. Kurzer Sichtkontakt zu mir, kein Kommentar von mir  uuuuuund aaaaaaabrauschen. Juchheee seine Freunde! Hanga bleibt bei mir. Ich schicke sie los. Hier ist keine Straße, hier sind Felder und hier sind Feldwege. Leg los. Keine Gefahr. Ganz geheuer ist ihr das nicht, mich mit dem großen weißen Sofa allein zu lassen, aber wenn ich es doch sage ;-)

 

Wir reiten ihnen langsam entgegen. Tatty guckt. Ui soviele Hunde. Bist Du sicher? Ja, bin ich. Die Ohren oben, die Augen wach und genau hinsehen. Sie ist brav. Wie immer. Trotzdem steige ich sicherheitshalber 50 Meter vorher ab. Einige Halter nehmen ihre Hunde an die Leine. Zur Sicherheit. Adam springt freudig durch die Reihen. Super. Ausreiten UND Hunderudel. Genial!

 

Wir klönen ne Runde. 2 Hunde werden um das Pferd geführt und dürfen mal schnuppern. Tatty klaut sich entspannt nen Grasbüschel. Wenn wir schon rumstehen.... ;-)  Nicht lange, da wird mein Hintern kalt und ich mag wieder aufsteigen. Ich reite los in Richtung Heimat, was Tatty sofort erkennt und schneller geht. Hanga geht brav mit. Anfangs auch Adam. Ich kontrolliere, ob beide Hunde da sind. Neeee natürlich nicht. Adam lief zum Rudel zurück. Ich muss ihn ran pfeifen. Er kommt angesprintet. Mist, sie hat es gemerkt!

 

Wir sind wieder am Ort und der Strasse und die Hunde gehen brav vor und hinter dem Pferd auf dem Bürgersteig. Langsam, damit Tatty nicht schwitzt. Entspannt, damit ich keinen Muskelkater bekomme. Kurz, wirklich ganz kurz bevor ich in den Weg zur Weide einbiegen will, fährt ein Radfahrer mit Hund auf der anderen Straßenseite. Hanga stürzt trotz meines Verweises los. Ich muss das erste Mal richtig scharf und laut werden an diesem Morgen.  FROILEIN!!! Sie kommt geduckt zurück und weiß ganz genau wie bescheuert das jetzt war. Keine weiteren Mucken. Noch 500 Meter zur Weide. Wir werden wiehernd von den Pferde-Kollegen begrüßt. Erstmal reingehen und was trinken. Das gilt für mich und die Hunde.

 

 So noch schnell sauber machen und etwas Heu hinwerfen. Ui die älteren Heren, die im Auto spazieren gehen und Parksünder aufschreiben kommen auch langsam wieder raus. Ja, und stellen sich schön ans Weidetor, wohlgemerkt im Auto und gucken zu. Und tatsächlich, auf der Nachbarsweide rennen Pferde freudig los und legen einen kleinen Sprint hin. Und Adam lässt sich anstecken. Ich rufe ihn sofort zurück. Hanga pariert direkt. Adam rennt bis vors Weidetor, bevor ich ihn zurückpfeifen kann. Freundchen! Nicht anstecken lassen von übermütigen Pferden. Er kommt brav mit und sieht mir beim Mist schaufeln zu. Hanga auch. Alles schön. Der ältere Herr im Wagen bleibt und beobachtet argwöhnisch die bösartigen Hunde. Als hätte ich es gewusst, bekomme ich wenig später einen Anruf, ob was passiert sei. Man hat besorgt die Nachbarpferde von der Weide geholt.

 

Leute; Freude ist eine sehr ernste Sache. Pferde haben Freude, Hunde haben Freude, ich habe Freude. Ich empfehle Euch das. Das Leben ist ein Spiel mit absolut tödlichem Ausgang. Man muss das nicht so ernst nehmen. Vor allem nicht, wenn wenn es nichtmal das eigene Leben ist, sondern das der Nachbarn. Es lebe der Sonntag. Auch mit speziellen Sonntagsfahrern.

 

;-)

 

 

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So

03

Feb

2013

Bundeskrümelnalamt

Adam mit Lou im Büro
Adam mit Lou im Büro

Tja war ne spezielle Woche. Ich habe nur gearbeitet und Lernschwester Lou hat Bekanntschaft mit den Rehen gemacht. Also mit Hunden, die Rehkeule mögen ;-) Keine Sorge niemand wurde verletzt. Nur ein bisserl Sprint. Ich habe dennoch geschmunzelt. Nie wieder von der Leine, nie wieder...jajaa blabla. Bei mir gehen die nicht hinterher. Da muss man wohl Beziehung üben. Bitteschön Lou. Nimm Leckerlies mit und übe.

 

Viel wichtiger war ja der geklaute Bahlsenkeks. Also wir outen uns hiermit als inoffizielle Undercoveragenten des Bundeskrümelnalamtes. Wir waren jeden Tag und habe die entlegensten Ecken durschnüffelt. Aber nix gefunden. Tja, wer klaut denn so einen Keks? Kann doch nur ne Mutprobe oder Wette sein. Das Bekennerschreiben vom Krümelmonster war eindeutig eine Fälschung. Macht aber nix. Wir von Bundeskrümelnalamt suchen fleissig weiter.

 

Ansonsten soll sich Bahlsen nicht so anstellen. Freude ist eine sehr ernste Sache. Mann muss das nicht so ernst nehmen. Die 1000 EUR ans Tierheim könnt ihr dennoch spenden. Wobei auch die 1000 EUR eher ein Indiz für einen Jugendstreich sind. Jeder der Bahlsen kennt, weiß dass 1000 EUR NIX sind. Die können da noch zwei Nullen dran hängen und nichts würde passieren. So klein denken nur junge Menschen, die sich richtige Einkommen und Geschäftsvolumen nicht vorstellen können.

 

Adam und Hanga waren eben sogar im Regen unterwegs um den Wald zu durchschnüffeln. Wir haben Jeannie getroffen und Joker und Pietro und den Herrn der Felder mit namenlosen angeschnallten und maulkorbisiertem Hund. Also der, der nie grüßt, auch wenn man noch so freundlich Hallo ruft. Vielleicht hat der den Keks! Er wird ab sofort als Verdächtiger geführt.

 

Adam pennt auf der Sofadecke. Nass wohlgemerkt und Hanga kaut irgendwas. Muss mal gucken gehen... ah die kaut am roten Hundekissen rum....ich muss los... Mist. Aus. Pfui. HANGA!

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So

27

Jan

2013

Rumkabbeln

Adam und Hanga kabbeln
Adam und Hanga kabbeln

Sonne. Blauer Himmel. Schnee. Raus hier. Samstagvormittag. Niemand drängelt. Niemand setzt unter Zeitdruck. Niemand stresst. Wirklich niemand? Tada. Adam und Hanga sind ja noch da. Los, lass uns rausgehen. Loslosloslooooos. Sie hampeln schon rum, bevor es an der Zeit ist. Geschirr anlegen? Fehlanzeige. Stillhalten? Fehlanzeige. Wir gehen nicht, wenn ihr nicht korrekt angeschnallt seid!

 

Frauchen hat noch schnell Kaffee für die Hundehalter gekocht und in Thermoskannen gefüllt. Leckerlies in die Manteltasche und raus. Das Wetter ist bestens. Und weil sich das laut Bericht in den Medien ganz bald ganz arg ändern soll, nutzen wir diese geniale Wetter, um nochmal ein paar Bilder zu machen. Kamera raus. In Position. Los macht was. Kein Problem, sie arbeiten gut mit.

 

Die Hunde jagen sich gegenseitig und sind ausgelassen am rumtollen. Ich dokumentiere das sorgfältig. Die Menschen schnattern und die Hunde lassen ihre ganze Kraft aneinander aus und messen sich an kleinen und großen Rangeleien. Manchmal sieht es schon arg schlimm aus. Hochgezogene Lefzen, wilde Augen. Aber nur Sekunden später lecken sie sich wieder gegenseitig die Ohren aus. Jeder liegt mal unten, jeder zwickt den anderen in die Beine.  Ein großes Knäuel. Silageballen am Wegrand werden ins Spiel einbezogen. Eignen sich hervorragend um drum herum Fangen zu spielen. Ja, und auch mal, um kurz nach oben auszuweichen. Jungs, da wird nix kaputt gemacht. Klare Ansage, sonst Straflager mit Leinengefangenschaft! Runter da und voran laufen!

 

Es gibt keine Pausen. Die Hunde sind bis zur Erschöpfung am Tollen im Schnee. Super, das entlastet mich! Sie werden schön schlafen. Ich auch ;-) So ein Mittagsschlaf ist verdient. War ne harte Woche.

 

So, und nun einfach Bilder gucken. Man kann sie größer machen. Man sieht den Schnee spritzen. Ich finde sie super genial!

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Fr

25

Jan

2013

Autofahren

Adam und Hanga fahren Auto
Adam und Hanga fahren Auto

Diese Woche war etwas neu. Frauchen war lange weg und nicht im eigenen Büro. Wir hatten vorgesorgt. Lernschwester Lou aus dem grünen Büro, hat die Mittagsrunde und die Rudelrunde am späten Nachmittag übernommen. Das hat super geklappt. Ich gab ihr meine Schuhe und meinen Mantel. Tada ne zweite Anke. Dieselben Leckerlies. Dieselbe Umgebung. Dieselben Hundefreunde. Eigentlich ideal. Lou ist sowieso tagsüber im Büro und hat keine Anreisewege. Sie bleibt halt nur länger und macht Schneesport. Bezahlten Schneesport. Der Stress für die Hunde hält sich also in Grenzen.

 

Dennoch freuen sie sich ins Koma, wenn ich dann 19.30 wieder im eigenen Büro ankomme. Springen, jaulen, singen, wedeln, jammern, quiecken und fast ins Koma freuen. Dann fahre ich die Betreuungslady noch schnell zur Strassenbahn, weil ich ihr die Busstrecke echt ersparen will und es nur eine ganz kurze Strecke zur Bahnhaltestelle ist. Ja, da haben wir es. Ohne Hunde, auf gar keinen Fall! Es ist egal, dass ich in 10 min zurück wäre. Es ist egal, dass der Weg für die Hunde nix bringt. Es ist egal, dass sie daheim einsteigen und auch wieder aussteigen. Hauptsache DABEI SEIN! Na dann, husch ins Auto.

 

Unser kleiner Minivan hat Platz im Kofferraum. Da sitzen und liegen beide bequem und halten auch längere Strecken durch. Adam liebt es, Hanga macht es brav. Adam springt sofort rein, Hanga lässt sich hineinheben. Das resultiert aus der Zeit, als sie zu schwach zum stehen war und ich sie hineingehoben habe. Mit gut 13 kg. Heute sind es 25 und das hineinheben ist etwas Arbeit, aber sie wartet darauf in den Wagen gesetzt zu werden. Das könnten wir sicher abtrainieren, aber noch ist es ok. Naja hinein damit. Beide setzen sich und ziehen die Ruten weg, damit nix eingeklemmt wird. Alles schick. Los gehts.

 

Ein Blick in den Rückspiegel offenbart ein wirklich herzliches Bild. Zwei süße Knuddelhasen, die glücklich sind dabei zu sein. Der Heckscheibenwischer wird mit schrägen Köpfen beobachtet. Als wären es Katzen ;-)

 

Lernschwester Lou hat ein Bild gemacht. Ich bin sehr verliebt in meine Hunde. 10 min später sind wir wieder daheim. Erstmal ne Runde im Schnee spielen. Natürlich auf hohen Absätzen. Die hatte ich noch nicht ausgezogen. Egal ;-)

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Mo

21

Jan

2013

Jupheidi Action Schneekoller

Adam nach dem Schneesport
Adam nach dem Schneesport

Es hat geschneit. Es schneit. Seit Tagen. Wir finden das super. Saubere Hunde, saubere Treppen, saubere Sofas. Und die Hunde, ja die sind am abdrehen. Aufgeweckt, fröhlich und absolut aktionsgeladen gehts durch die Mittagspause. Inzwischen liegt der Schnee stellenweise kniehoch. Die Hunde sind bis zum Bauch eingetaucht und für die Gassigeher ist es ein sauberes Bauch-Beine-Po Training. Auf jeden Fall hat man gut durchgeatmet und die Wangen sind recht rosig.

 

Hanga und Adam sehen regelmäßig aus, als würden sie mit dem Kopf unter dem Schnee lang laufen und der verräterische Milchbart und die kleinen Eiszapfen an den Kinnhärchen lassen die beiden lustig aussehen.

 

Heute haben wir eine große Runde gedreht. Pardon 3 große Runden. Morgens war Adam so erschlagen, dass er auf die Attacken seiner Hanga gar nicht mehr reagiert hat. Zuviel Action. Mittag schonwieder fit. Da geht noch was. Große Runde mit den Greyhounds. Erstmal rumnerven. Alle anbellen und zum mitrennen auffordern. Hanga voran, mecker mecker, bluff bluff. Los renn endlich. Hanga mag es wenn die Greyhounds rennen. Sie kommt nicht hinterher, ist aber extrem animiert.  Adam das Schaaf lässt sich von ihr anstiften und nervt auch rum. Erstmal einnorden. So, geht wieder. Jetzt lauft! Schön weit vor uns, damit wir es sehen.

 

Wir stapfen durch den Schnee. Es ist wundervoll klar draussen. Heller Himmel, dichte weiße Schneedecke. Allerdings pusten wir ordentlich. Heute ist Lernschwester Lou dabei. Die wird angelernt. Muss ja demnächst öfter raus. Wir geben ihr mal was anständiges zum anziehen. So wird die sich den Hintern unterkühlen.

 

Ah ein Stöckchen. Haha alle dran. Dann rangeln Adam und Hanga darum. Wir haben es gefilmt. Einfach anschauen. Erschlagen im Büro. Wir arbeiten. Die Hunde pennen. Logisch. Die tanken für das Rudel am Abend Blödsinn.

 

 

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Mo

14

Jan

2013

Ausreiten im Schnee

Tatty Adam und Hanga
Tatty Adam und Hanga

Es schneit. Die Sonne scheint. Es ist Pferdetag. Die Reitbeteiligung fragt, ob ich heute reite. JA!

Das Pferd wartet schon, ich sattle, die Hunde laufen frei und schnüffeln sich durch den Schnee. Zack den Sattel drauf, die Trense auch und raus. Langsam im Schritt am langen Zügel. Die Hunde laufen brav nebenher.

 

Am Wegrand sind gefrorene Pfützen unter dem Schnee und es ist stellenweise sehr glatt. Hunde und Pferd machen gelegentlich interessante Ausfallschritte. Wir gehen langsam am Wegrand auf dem Gras, das unter dem Schnee knirscht. Die Sonne scheint, alles ist gemütlich. Als der Weg besser wird, traben wir leicht und locker durch die Landschaft. Es ist sehr idyllisch. Die Hunde laufen im Wolfstrab nebenher, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Hanga geht bei Fuss.

 

Auf dem Rückweg ist es dem Pferd zu blöd. Tatty ist übermütig. Offenbar haben auch Pferde einen Schneekoller. Sie will schneller laufen. Ich lasse sie nicht. Zu gefährlich ist das Eis unter der Schneedecke. Tatty buckelt herzliche 3-4 Mal und lässt einen Quiecker von sich. Ich lache. Hanga schaut sehr besorgt und überlegt sichtbar, wie sie mich retten kann. Ihr Nase streift den Steigbügel.  Ich beruhige sie. Alles ist gut. Pferd und Hunde sind wieder ruhig und wir traben langsam gen Heimat. Das Gesicht ist kalt. Die Hände sind warm. Wir entspannen uns.

 

Daheim angekommen wiehert Tiffy lauthals zur Begrüßung. Ich steige ab und werde freudigst am Boden von Hanga umschwänzelt, die sich wie eine Schneeköniging nach langer Abwesenheit des Frauchens freut. Ich hab´s im Griff Hanga. Alles ist gut. Leckerlie für Pferd und Hunde. Adam checkt schnell den Rudelführer der Pferde, ja alles ok, wir können reingehen.

 

Sie sind alle so süß. Das war eine wirklich Enstpannung vom Alltag. Kurz aber sehr wirksam. Ich freue mich, dass alles so super klappt. Wir sind ein gutes Team.

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Sa

12

Jan

2013

SonnenRudel

Die Matschfurchen sind gefroren.
Die Matschfurchen sind gefroren.

Die Sonne scheint. Der Boden ist gefroren. Der Himmel lockt blau. Wir gehen raus. Schnee! Juchhuu. Schneekoller bei Hund und Mensch. Endlich wieder saubere Hunde und saubere Fussböden. Im Rudel hat jemand Stollen mit, ne Menge Kaffee und einen Hund, der nur ab und zu vorbei schaut. Leider nicht so gut verträglich mit unserem Joker. Naja dann muss einer von beiden zeitweise angeschnallt bleiben. Wird schon gehen.

 

Macho Gebluffe und Zickerei. Egal wir gehen. Die Sonne scheint. Kann mal jemand die Liegestühle rausholen und den Glühwein ausschenken?  Ach wie ist das Wetter herrlich. König Salomon in der Bibel hat es schon so präzise formuliert: Wie schön ist das Licht und wie gut tut es, die Sonne zu sehen! Vers 7 im Buch der Prediger. Heute denkt das JEDER. Hunde und Menschen. Man läuft mit geschlossenen Augen, gut gelaunt das Gesicht gen Sonne durch die Ackerlandschaft zwischen den Orten.

 

Plötzlich geht die Sirene im Ort los. Lautes Geheul. Übermütige Hundehalter animieren die Hunde mitzujaulen und ein konkretes Konzert entsteht. Joker voran, wird geheult was das Zeug hält. Es sieht ja lustig aus. Jaauuuuuul. Jammer, Heeeuuuuul. Hey, Dein Adam frisst irgendwas. Aus! Rennen und ich sehe wie er kurz bevor ich ihn erreiche noch schnell runterschluckt und mich mit so einem gierigen: Siehste, zu spät anschaut! Mist. Na mal gucken. Nix zu sehen. Freundchen, wir fressen hier draussen nix. Du bist gut genährt. Noch son Ding und die Leine ist Dein bester Freund.

 

Weiter gehts. Joker hat ein Stöckchen. Naja einen Baum. Oh Joker bringt den Baum mit und zwingt die Hanga ihre Beine schnell wegzuziehen. Adam. Der will den Stock. Also den Baum. Aber er nimmt auch einen anderen Stock. Joker ist beleidigt. Keiner spielt mit mir. Mist, wenn Adam mich nicht jagt. Die kleinen wirbeln über den weissen Fussboden, die großen genießen den Sonnenschein.

 

Ich habe Lust zu putzen. Jetzt weiss ich ja auch wofür. Morgen reiten wir aus! So kann es jetzt bitte bis März bleiben. Das wäre super! Es gibt nichts zu beanstanden. Alles ist schön.

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Fr

11

Jan

2013

KiloGRAMM

gefüllte Rinderknochen
gefüllte Rinderknochen

Aloha, wir waren heute bei Miezebello. Miezbello hat ne Waage. Wir waren wiegen. Adam zuerst. Hui. Zugelegt. Gleich nochmal testen. Ja, kein Zweifel zugelegt. Das war ja auch der Plan, beruhige ich mich.

 

Noch vor 14 Tagen wog Adam 35,00 kg exakt. Er war nun bei 37, irgendwas. Er wollte nicht so ganz still sitzen. Also unter 38 kg. Das ist o.k. aber mit seinen 18 Monaten doch am Limit. Mehr sollte es nicht sein. Wir reduzieren die Kost leicht nach unten.

 

Hanga, macht brav sitzt auf der Hundewaage. Die Anzeige zeigt: 24,7 kg. Kann nicht sein. Komm mal nochmal runter und gleich wieder drauf. Sitz. Feines Mädchen. 24,7 kg. Tja also ich bin sprachlos. Das macht mir etwas Angst. Ich füttere gut, aber vor 14 Tagen waren es noch 22 kg. Mitte September kam sie mit 13,1 kg zu uns. Mager, ohne Kraft und Muskultatur.

 

Froilein! Was machst Du so, wenn ich nicht gucke? Der Verkäufer schaut rüber und bringt gleich erstmal ein Leckerlie. Adam ist wie von Sinnen und schnüffelt sich durch die Regale. Hanga sagt da nicht nein. Sie nimmt das für Adam gleich mit, der kann grad nicht, die Ochsenziemer riechen so lecker.

 

Ja, dann kaufen wir mal schnell ein und fahren auch schnell wieder weg. 10 cm Ochsenziemer, Rinderinnenohren, und der  begehrte GuteNacht Snack Twist´n Roll. 23 EUR. Naja reicht ja ne Woche. Wir müssen die Strategie überdenken. Ich füttere zuviel. Da kannst Du ja zugucken, wie die zulegen.

 

Ein wenig proper dürfen sie sein. Quasi für unvorhersehbare schlechte Zeiten. Aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Hanga kann noch etwas. Adam muss kleinere Portionen haben.

 

Warum nimmt man das immer so persönlich? Also ICH HABE NICHT ZUGENOMMEN! Das wollen wir ja mal klarstellen.

 

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Mi

09

Jan

2013

SchlammERROR

Adam im Dreck
Adam im Dreck

Ich ertrage es nicht länger. Es regnet. Seit Tagen, alle steht unter Wasser. Die Hunde müssen dennoch raus.

 

Wirklich jedes Mal sehen sie aus wie nasse sehr schmutzige Lappen. Ich dusche sie, ich rubbel sie und Adam und Hanga schütteln sich einmal und alles inklusive der Möbel und Wände ist ein einziger Teppich aus Dreckspritzern. Es nervt nur noch.

 

Die Tiere werden gar nicht mehr trocken zwischen den einzelnen Gassigängen. Wir kürzen schon ab, wo es geht, um so kurz wie möglich draußen zu sein. Das hat zur Folge, dass beide Hunde nerven, weil sie einfach unausgelastet sind. Dieses Wetter muss ein Ende haben! Sonst drehen wir hier durch!

 

Alles schwimmt. Selbst die Asphaltstraßen stehen unter Wasser! Jetzt erstmal Ball spielen im Büro, um die beiden etwas zu entspannen. Gott, wie ich diesen Dreck satt habe! Winter beweg Deinen Hintern und lass den Boden gefrieren!

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Di

08

Jan

2013

Nervbolzen unterm Schreibtisch

Stillhalten ist da nicht. Ein BALL.
Stillhalten ist da nicht. Ein BALL.

Lampen, Drucker, Computer...was man so unterm Schreibtisch in die Steckerleiste gestöpselt hat. Die Hunde können bei Regenwetter draussen nicht so spielen, wie es nötig wäre. Matschig sind sie sowieso. Und dazu unausgelastet. Also wird unterm Schreibtisch rumgegämmelt. Und Zack ist der Schalter an der Steckdosenleiste ausgeschaltet. Damit leider auch, Computer, Lampe, Drucker und Tischrechner. Gern mal ohne Speichern bei geöffneten Dokumenten.

 

Ich bin kein Halter, der seine Vierbeiner ständig im Blick hat. Ich lasse sie auch mal rumgämmeln und kabbeln. Aber wenn sie unter den Schreibtisch gehen, ist hier Alarm. Einmal zu oft haben sie doch tatsächlich 3 Arbeitsplätze auf einmal lahm gelegt. Jeder in unserem Büro speichert nach jedem Satz oder Arbeitschritt schnell das Dokument. Zur Sicherheit.

 

Heute auch ;-) Soeben steht Adam neben mir. Zwei Bälle im Maul, den Kopf abgelegt auf dem Knie. Los spiel mit mir! Ja gleich!

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Mo

07

Jan

2013

Zeckenalarm

Zecken Hinrichtung
Zecken Hinrichtung

Heute im Büro. Das Fräulein aus dem Marketing im grünen Büro krault das sanfte Riesenbaby und ruft plötzlich erstaunt. Ihhh, eine Zecke. Der Adam hat ne Zecke. Ich denke mir. Im Januar, kann ja gar nicht sein, guck ich mal was der da hat. Wühl im Fell, streichel, rubbel, such im dichten Haarwuchs. Nix da. Wusste ich´s doch. Doch, da war eine! Na gut, weitersuchen. Ah ui und was fürne dicke. Die hatte schon ordentlich Hunger! Zeckenzange sei Dank hatten wir die in weniger als 10 Sekunden entfernt. Adam hat nix gemerkt.

 

Triumphal wird das Monster den Leuten drum herum in der Zange vorgeführt. Eine ordentliche Hinrichtung wird anberaumt. Schnell ein Deckel vom Einmachglas mit Streichhölzern versehen, Zecke auf den Scheiterhaufen und ordentlich anzünden. Puff, knister, knister. Das hat sich erledigt!

 

Der freundliche Koch des Tages steht neben dem Herd und fragt, ob ich da irgendwie besondere Freude dran hätte. Ja! Zecken sind ein echtes Übel. Die gehören verbrannt. Ich spül die nicht im Klo runter und gebe ihr die Chance jemals wieder aufzutauchen. Alle Bazillen werden unwiederbringlich dem Feuer preis gegeben. Das Sekretariat stimmt vollumfänglich zu. Hätten wir das auch geklärt ;-)

 

Erstmal Mittagessen. Heute selbstgemachte Pizza für alle. Ausser für die Hund. Die saßen unterm Tisch.

 

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So

06

Jan

2013

Übernachtungstraining

Adam und Hanga sind müde
Adam und Hanga sind müde

Ich arbeite und wohne im selben Haus. Die Hunde immer dabei. Wenn ich zu Kunden fahre, bleiben Sie im Büro und sind nicht oft allein, weil wir noch zwei Greyhounds haben, die bei uns arbeiten. In den letzten Monaten waren sie schon manche Stunden allein daheim. Kein Problem. Bis 6 Stunden schaffen sie ohne Probleme. Ausgedehnt haben wir das bislang nicht. Immer kommt ein Hundesitter, wenn ich mal länger unterwegs bin. Ihre Runde draussen, haben sie pünktlich. Das Haus in dem wir leben und arbeiten ist ein sicherer Hafen für beide.

 

Das erste Quartal in jedem Jahr bedeutet jedoch, dass ich durch Messen und Kongresse öfter unterwegs bin. Da kann ich sie nicht mitnehmen. Tagsüber könnten wir ihre Versorgung durch eben erklärte Umstände super regeln. Nachts wären sie allein. Es nützt also nichts, wir trainieren das übernachten im Hundehotel. Möglichst, wenn keine Termine anliegen und ich im Notfall schnell hindüsen und die Hunde wieder einpacken kann.

 

Rausgesucht habe ich den Pfötchenhof. Ein alter Bauernhof und reichlich Kompetenz bei moderaten Preisen. Nur 14 km von uns entfernt. Wir vereinbaren einen Termin und ich bringe sie Samstag um 16.00 Uhr dort hin. Sie sind etwas unsicher, weil uns Hundegebell erwartet. Die Spielwiese auf der Hinterseite des Hauses finden sie aber super. Hanga ist weniger unsicher als Adam. Das überrascht mich. Wir reden eine halbe Stunde und packen ihre Hundebetten in das gefliesste Hotelzimmer. Gleich gegenüber sitzt ein dicker Brocken Bernersennhund und blufft uns an. Sie gehen dicht an mich gedrängt vorüber und gucken verunsichert. Jetzt müssen wir schnell sein. Alle Betten hinlegen. Futterschüssel aufbauen, Futteranleitung erklären, Rinderkopfhaut zum knabbern geben und ganz schnell weg. Ich komme morgen um 9.00 Uhr. Sicher? Ja, ich hole sie so früh wie möglich. Und jetzt schnell raus da.

 

Hui, daheim ist es arg still. Wie halten Leute das aus? Naja nutzen wir die Situation und putzen das Büro von oben bis unten. Hundebetten waschen, Tapeten abwischen, Schränke abrücken und dahinter staubsaugen. Mir wird warm! Ich gehe aus dem Büro in die Wohnung und denke darüber nach, dass ich die GuteNachtLeckerlies ja vergessen habe. Und da fällt mir ein, kein Adam, keine Hanga da. Sie wollen heute kein Leckerlie von mir. Ja dann gehe ich schlafen. Es klappt nicht so gut. An echten Schlaf ist erst sehr spät zu denken. Einen Wecker habe ich nicht gestellt. Ich werde ja immer sanft wach gestupst. Plötzlich bellt in meinem Traum ein lauter Adam. Ich werde wach und will ihn korrigieren. Gebellt wird nicht. 7.44 Uhr. Kein Adam da. Und trotzdem von ihm geweckt. Hui so lange, habe ich wirklich schon sehr lange Zeit nicht mehr geschlafen. Ich muss schmunzeln. Sie sind so ein fester Bestandteil, dass selbst ein telepatisches Wecken von unterwegs super klappt. Na gut raus aus den Federn ins Bad und dann aber zack die Hunde holen.

 

Im Pfötchenhof angekommen werde ich von Gebell begrüsst. Meine Hunde kann ich nicht raushören. Sie warten schon auf mich in ihrem Hotelzimmer. Leckerlies für alle. Zwicken in meine Hände und freudiges sanftes beissen mit einem leichten Beschwerde-Unterton. Endlich bist Du wieder da. Jaja ist ja schon gut! Wir gehen nochmal eben auf die Hundewiese hinter dem Hotelzimmer und erledigen die Geschäfte, bevor ich alles einpacke und die Hunde schwups im Auto sitzen. Wir fahren jetzt erstmal zu unserem Rudel. Hanga steigt aus. Adam bleibt sicherheitshalber im Auto sitzen und wartet mal ab, ob wir wirklich sicher sind. Der sanfte Riese ist offensichtlich sensibel, wenn es darum geht von mir getrennt zu sein.

 

Trotzdem alles gut. Er steigt auch aus und wir gehen unsere normale Runde. Ich mochte ihnen nicht das Autofahren vermiesen. Sie sollen an einem guten Ort ankommen. Bis zum nächsten Auswärtstermin am 17.01.13 üben wir wohl nochmal fahren an schöne Orte, um das aussteigen nicht mit einer negativen Erfahrung zu verbinden.

 

Sie sind müde. Adam bringt den Ball, ich werfe einmal, aber er holt ihn und legt sich im Hundebett ab. Mit seinem Ball. Als wollte er testen, dass noch alles da ist. Hanga hat die zweite Stange Rinderkopfhaut. Beide liegen. Schön, dass sie wieder da sind. Auch wenn sie dreckig sind und ich schonwieder wischen könnte. Das macht das Wetter. Nicht die Hunde.  

 

 

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Sa

05

Jan

2013

RegenRudel

Hanga on the road
Hanga on the road

Samstag. 9.30 Uhr. Das Rudel trifft sich wie jeden Tag. Heute Regen. Mal was ganz neues. Einer bringt Kaffee mit, ein anderer, Brötchen, wieder jemand Trinkbecher und mindestens einer Schnaps. ;-) Heute nicht. Regen.

 

Wir waren 5 Ladys und die etwas zeitversetzt. Den Hunden hat das nichts ausgemacht, die sind durch die Büsche gejagt, wie eh und je. Sogar Hanga hat den ein oder anderen Sprung über den Graben gewagt. Die kleine Lady blüht gerade richtig auf.

 

Mein kleines Zigeunermädchen mit den Kulleraugen nimmt ordentlich zu. Das sorgt schon für Spekulationen, ob Joker vor seiner Kastration nochmal schnell das Erbgut verschenken wollte. Läufig war Hanga reichlich und dem jungen stattlichen Knaben nicht abgeneigt. Da gab es Ende November so eine brenzliche Situation. Im dämmrigen Dunkel so gegen 17 Uhr. Schnell hab ich die Abtrünnige Ausreißerin und den wild entschlossenen getrennt. Dürfte faktisch nix passiert sein. Niemand hat zusammengehangen. Raum für Sticheleien lässt es schon.

 

Im Zweifel sieht mans ja dann demnächst. ;-) Ruhig bleiben und bloss nix einreden lassen.

Wo sind eigentlich die Hunde? Ah da drüben, Asphaltwerk im Gras. Alle schreien im Chor Hier, Adam hier, Joker hier, Tessi hier, nur Hanga, Hanga die ist schon hier. Ein Leckerlie will sie trotzdem ;-) Bloss nicht zu weit weg von der Versorgungsstelle. Schnell noch ein Kaffee an der Bank, wo sich immer alle treffen und ab ins Büro mit sehr nassen, sehr dreckigen Hunden.

 

 

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Fr

04

Jan

2013

Schuhe

Ehemals gute Schuhe
Ehemals gute Schuhe

Adam bringt einen Ball, wenn er spielen oder raus möchte, Hanga bringt meine Gartenschuhe. Eigentlich nach meinem Geschmack. Eine Frau, die auf Schuhe steht. Leider hat sie die guten aus Leder auch zum fressen gern. Deswegen haben wir solche Gartenschuhe aus Plastik, mit denen wir schnell auf die Hundewiese huschen.

 

Mit solchem im Maul stand sie auch heute irgendwann zwischen 2 und 3 Uhr nachts vor dem Bett und fiepte mich an. Es sieht ja schon hinreissend aus, wenn der Schuh, der größer ist als ihr Maul das ganze Gesicht versperrrt und sie Dich darüber hinweg ansieht wie ein Lehrer, der über die eigene Brille schaut. Heute waren wir eingespielter. Sicherheitshalber trägt Sie den Schuh aber bis zur Tür. Blöd, wenn man dann kein Handy griffbereit hat, um es schnell als Foto festzuhalten.

 

Der Durchfall ist besser aber nicht weg. Wir arbeiten uns vor. Irgendwann schlafen wir auch wieder durch. *gähn*

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Do

03

Jan

2013

Flüssigkram

Hanga hängt durch
Hanga hängt durch

2.48 Uhr. Nachts. Dunkel draussen. Hä? Hund im Bett. Welcher? Hanga. Raus Froilein! Fiepfiep, JaulJaul. Wasn los? Zwick zwick. Ah was dringendes. Ja warte. Wo war die Hose? Man, eilig. Mantel überwerfen. Tür auf, Treppen runter. Tür aufschließen. Schlüssel hackt. Mist. Jaja, ich beeil mich. FiepFiep, JaulJaul. Tür auf. Endlich. Zack Hund im Eiltempo auf die Wiese vor dem Haus. Es splättert und grummelt. Oh das ist sehr flüssig. Begleitet von einem Geruch, der vermuten lässt, dass wir diese Wiese wohl nie wieder benutzen können.

 

Hinter mir trottet gemütlich Adam, der auch sein Geschäft verrichtet und irritiert ob der Uhrzeit ist. Alle fertig. Na beobachten wir das mal und gehen wieder ins Bett. Schlafen bis 6. Schön lange ;-)

Beim aufstehen würgt Hanga. Na Mädel, was hast Du denn? Egal wir gehen nochmal vor die Tür und dann zurück. In der Küche füttere ich. Hanga bekommt etwas gekochten Reis und Möhrensuppe mit ins Futter. Zum Durchfall stoppen.

 

Alles aufgegessen. Scheint nicht so schlimm zu sein. Warten wir die Entwicklung mal ab. 11 Uhr würgt es im Nebenzimmer. Mhh lecker erbrochenes Frühstück auf dem Hundekissen. Das gehört wohl so. Ich bringe es ins Bad und entsorge das Erbrochene im Klo, während ich mit nem Lappen das Kissen abschrubbe. Es ist Gott sei Dank wasserabweisend und lässt sich verhältnismäßig gut reinigen.

 

Na Lady? Wir sind irgendwie heute am rumschwächeln mhh? Nö, gib mal Leckerlie! Aufgeweckt ist sie, spielen ist auch dabei. Gassi, kein Problem, bis auf restlichen Durchfall. Na dann hungern wir mal alle einen Tag und sehen wie es morgen ist!

 

Die Telefone klingeln. Hallo, wie geht es Ihnen?... Es ist ja immer was. Blick auf Hanga. TschildugungsBlick zurück. Krümel Du kannst ja gar nix dafür. Wir lieben Dich trotzdem. Alles wird gut!

 

 

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Mi

02

Jan

2013

google dein Freund

Ádám Hanga
Ádám Hanga

Ich lach mich gerade in die Ecke. Ich wollte testen, ob die Webseite zu den Namen Adam und Hanga schon etwas findet. Ja, das tut sie.

Nur nicht uns ;-)

 

Ádám Hanga (Hungarian: Hanga Ádám, born 12 April 1989 in Budapest, Hungary) is a Hungarian professional basketball player who plays for Bàsquet Manresa in the Liga ACB.

 

So haben wir ja mal den Zusammenhang zwischen den beiden geklärt und warum Adam so scharf auf Bälle ist. ;-) Manche Sachen müssen glaube ich so sein, wie sie sind.

 

PS: Hanga ist auch am 12. April geboren! Besteht da möglicherweise ein Zusammenhang? Ich habe den Namen nicht gewählt. Aber ich muss schmunzeln.

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Di

01

Jan

2013

Neujahrsgeschenk

Schlammbad
Schlammbad

Es regnet. 7 Grad Celsius und Regen. Super Wetter zum 1. Januar. Egal Hunderunde mit dem Rudel. Momentan haben alle Zeit. Wir verstoßen glaube ich gegen das Versammlungsverbot. Soviele Hunde mit ihren Menschen. Manche haben gleich 2 Vierbeiner dabei. Egal. Weit schlimmer ist der Matsch und Schlamm auf den Wiesen. Alle Hunde sehen aus, als hätten sie beim SchlammCatschen teilgenommen. Adam ist der Schlimmste. Was solls. Sie sind alle abwaschbar.

 

Der Bauch verklebt, die Beine schwarz, die Nase und beide Ohren mit nassem Sand versorgt. Schlimmer kanns eh nicht werden.

 

Platsch. Und es kam schlimmer. Adam wollt baden. Schön rein in den Graben. Da wo der ganze Schlamm noch intensiver sitzt. Da wo man sicherstellt, dass auch wirtklich jeder Zentimeter trockenes Fell ordnungsgemäß gewässter wird. Und weil das nicht reicht, stinkt das Wasser auch schön lecker. Mhhhhhh.  Hanga geh da bitte nicht hinterher!

 

Verziehen, es ist ja Neujahr. Die Bude sieht eh aus wie ne Schlammkuhle. Ich werde Euch nie trocken bekommen. Winter wann kommst Du?

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Di

01

Jan

2013

Silvesterknaller

der Sitzsack
der Sitzsack

Silvester. 1000 kluge Ratschläge. Panikmache. Und was machst Du so? Nix. Wie Du feierst nicht? Nein. Ich habe Hunde. Wir durchleben das erste Mal Silvester gemeinsam. Weiß nicht wie sie reagieren. Die Knallereien im dumpfen Umfeld zwischen Weihnachten und Neujahr haben sie recht kalt gelassen. Manchmal abends war ein Grummeln dabei. Bislang nix wildes.

 

Angst haben sie nicht. Hanga legt den Kopf schief und hört schonmal, aber sonst zeigt sie nichts. Adam ist nicht ängstlich. Er ist grundsätzlich nicht der ängstliche Typ. Er ist eher angepisst und bellt böse, wenn seine Ruhe empfindlich gestört wird. Eklig findet er die grünen Leuchtraketen die so zischen und heulen. Dann wird gebölkt. Laut. Männlich. Mit sehr tiefer Empörung. Wenn das vereinzelt mal passiert, ist ja ok. Aber wenns hier komplett knallt, dann haben wir Spaß. Naja wir bleiben im Büro. Der Flur lässt sich abschotten. Sitzsack rein. Laptop auf den Schoss und alle Türen zu den angrenzenden Zimmern schließen, damit das Böllern gedämpft und das Leuchten ausgeschaltet ist. Licht an, Socken auch an. Flauschisocken. Eigentlich ganz entspannt.

 

Die DVD läuft. Die Hunde liegen auf den Fliessen. Ich unterhalte mich prächtig mit Cashewkernen und heißer Schokolade bei einer Komödie. Bin mal gespannt auf Mitternacht. Wann ist das eigentlich? Ah noch 13 Minuten. Weitergucken.  Werden sich schon melden.

 

Tada Mitternacht, es knallt und wummert. Adam findet es blöd. Hanga entschuldigt sich bei mir für den Krach. Vor den geschlossenen Türen sitzt Adam und bölkt was das Zeug hält. Frechheit. In SEINER Strasse! Was erlauben die sich!

 

Es wird schwächer knallert aber noch eine ganze Weile. Nagut, gehen wir auf den Schoss. Ahhhh 35 kg auf den Schoss. Schnell den Laptop auf dem Stuhl davor gesichert und 35 kg Schosshund. Ja gut wir kraulen Dich. Hanga will auch. Ich hab ja 2 Hände, aber hier passt die nicht mehr drauf. Sie legt sich daneben. *kraulkraul* Halb 1 es hat deutlich nachgelassen und ich muss die 35 kg von meinem Bauch bekommen. Ich schüttel den Hund ab und mach mir noch ne heiße Schoki. Film weiter gucken. Die Hunde legen sich wieder hin und schlafen auf den Fliessen ein. Ich bin müde, will aber noch warten, bis es wirklich vorbei ist.

 

Gegen 1 rappel ich mich auf. Gehe mit den Hunden raus auf die Wiese. Dichter Nebel der nach Kokelei riecht umgibt uns. Die Hunde schnüffeln, machen ihr Pipi auf die Wiese und trappeln folgsam wieder mit nach oben. Wir gehen ne Etage höher. unsere Wohnung ist im 2. OG. Leider unterm Dach ohne Möglichkeit zum abdunkeln. Wird schon schief gehen.


Alles ist wie immer. Sie holen sich ihr Gute Nacht Leckerli und gehen jeder in das eigene Hundebett. Plötzlich würgt es. Ich habe Hanga im Verdacht. Sie ist die Empfindlichere. Aber nein, es ist Adam. Schnell Licht an. Er würgt und muss sich übergeben. So schnell kann ich nicht aufstehen, da ist Hanga schon dran und leckt es auf. Ihr seit eklig. Egal ich putze es weg und lüfte. Die Luft draussen riecht nach Schwefel. War wohl doch zuviel. Auch, wenn er das als Mann niemals zugeben würde. Wir machen sauber und kraulen noch ne Weile. Bis sie schlafen. Dann kann ich es auch.

 

4 Uhr nachts jemand versucht im Gewerbegebiet Hall zu erzeugen, was bei den hohen Bürogebäuden und dem betonierten Parkplätzen ganz leicht ist. Kawumm, Karacho. Boah Idioten!

 

Die Hunde schlafen. Seltsam. Tief und fest. Naja schnell wieder hinlegen. Um kurz vor 7 stupst mich ne nasse und kalte Hundenase an. Los genug geschlafen, wir wollen raus! Auf dem Gehweg Scherben, Dreck, Kotze...nein Hanga das lecken wir nicht auf. Komm weiter...

 

Ich werde nie verstehen, wie man sowas toll finden kann. Wir habens überstanden. Aloha 2013. Adios Antonia. Letztes Silvester haben wir gemeinsam verbracht. *schniefrum*

 

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