Hunde im Ausland. Tierschutz in anderen Ländern. Ein so heikles Thema. Vom Gesetzgeber so benachteiligt, von den Ländern mit Tierschutzbedarf gnadenlos ausgenutzt. Man kann viel reden, aber Taten sprechen einfach lauter als Worte. Meine beiden Schätze sind aus Tötungsstationen. Spanien und Ungarn. Beide waren nicht wirklich geplant. Beide waren ein echter Glücksgriff.

 

Ich hatte keine Ahnung, wie das geht. Welche Kosten das mit sich bringt. Welchen Organisationsaufwand man beachten muss. Ich wusste nichts von Organisationen. Hatte keine Ahnung wer sowas realisiert.

 

Adams Fall war besonders kompliziert. Mehrere Organisationen, Vereine und/oder Privatpersonen hatten sich dafür eingesetzt, dass er leben darf. Super Sache! Ich hätte es nicht gekonnt.

 

Es gibt vieles worauf man achten sollte. Damit es einfacher wird hier ein paar Stichpunkte:

 

Was für einen Hund suche ich? Kann ich das leisten? Es gibt oft kaum Erfahrungen zu den Insassen ausländischer Vermittlungskandidaten. Das sind keine Hunde, die man mal eben probiert und dann zurück bringt. Wer sich dafür entscheidet, sollte vorher bedenken, ob selbst aus dem Ausland importiert wird, oder ob man einen solchen Kandidaten von einer Pflegestelle aufnimmt. Das hat viele Vorteile. Die Hunde sind schon angekommen. Die Erstversorgung ist abgeschlossen. Man kann Eigenschaften wiedergeben.

 

Will ich Pflege- oder Endstelle sein? Will ich das Tier direkt oder von einer Pflegestelle übernehmen? Eigne ich mich vielleicht zur Pflegestelle? Diese Fragen sollte man ehrlich beantworten.

 

Tierschutzhunde werden in der Regel kastriert. Hanga ist es nicht. Zu schwach war sie bei ihrer Ankunft. Wir haben das Ziel aber vor Augen. Sobald sie kräftig genug ist. Zucht mit Tierschutzhunden ist nicht gewünscht. Zuviele sind heimatlos unter schlechtesten Bedingungen auf der Welt. Kastration ist unter Umständen ein kleiner Herzschmerz, weil man das Tier u. a. um die Erfahrung der  Mutterschaft beraubt. Aber es ist konsequenter Tierschutz. In Zeiten der Läufigkeit müssen kastrierte Rüden nicht separiert werden und kastrierte Hündinnen genießen den Status plegeleicht zu sein. Mit fiel es dennoch schwer. Adoption ist aber das Stichwort, dass hier Vorrang haben muss, um die Problematik langfristig einzudämmen.

 

Gebühren zwischen 180 und 300 EUR zahlt man für einen Auslandshund. Da sind ärtzliche Versorgung, Kastration und Transport inbegriffen. Manche Tötungsstationen machen sogar Kasse damit. Gesser in Spanien tut das ganz sicher. Letztlich kommen sie damit durch, weil der Hundeblick und dessen Schicksal entscheidet und nicht das Portemonais. Da ist jeder selbst gefragt. Wer das nicht allein leisten kann, hat die Möglichkeit sich Paten zu suchen, die bei der Finanzierung helfen. Viele wollen helfen, können aber keine Tiere mehr aufnehmen. Da wird ein Hund pro Monat gesponsort. Jesus hat das schon ganz treffend formuliert: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

 

Das ist sehr nobel. Vielleicht schaffen wir es ja hier eine Plattform zu bieten, auf der man sich findet.